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"Costa Concordia": Küstenwache spricht von 29 Vermissten

Archivmeldung vom 17.01.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.01.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Die auf Grund liegende Costa Concordia. Bild: Rvongher / wikipedia.org
Die auf Grund liegende Costa Concordia. Bild: Rvongher / wikipedia.org

Nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" hat sich die Zahl der Vermissten erhöht. Die Küstenwache spricht mittlerweile von 29 Vermissten. Zuvor hatte die Polizei die Zahl mit mindestens 16 angegeben. Wie der Chef der Küstenwache, Marco Brusco, am Montagabend im Fernsehsender RAI Uno sagte, soll von 25 Passagieren und vier Crewmitgliedern noch jede Spur fehlen. Den Angaben zufolge sind zehn Deutsche und sechs Italiener unter den Vermissten.

Über die Zahl der vermissten Deutschen gibt es unterschiedliche Angaben. Die Polizei sprach bislang von elf und das Auswärtige Amt von 12 vermissten Bundesbürgern. Insgesamt hatten sich etwa 4.200 Menschen, darunter 566 Passagiere aus Deutschland, auf dem Schiff befunden. 

Reederei sieht menschliches Versagen als Unglücksursache

Nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" vor der Küste Italiens geht die Genueser Reederei "Costa Crociere" von menschlichem Versagen als Unglücksursache aus. Wie Reederei-Chef Pierluigi Foschi am Montag mitteilte, sei ein "menschlicher Fehler" unbestreitbar. Als zuletzt im vergangenen Jahr die Technik und die Sicherheit des Schiffes überprüft worden seien, habe es keine Beanstandungen gegeben, so Foschi weiter. Weiterhin belastete er den Kapitän des Kreuzfahrtschiffes, der wider die Regeln und Vorschriften der Reederei gehandelt habe. Laut dem Geschäftsführer des Reiseveranstalters Costa-Kreuzfahrten, Heiko Jensen, habe dieser "eigenmächtig die von Costa vorgegebene Route geändert". Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Kapitän, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt, wegen fahrlässiger Tötung, Verursachung eines Schiffbruchs und wegen des Verlassens des Schiffs vor anderen.

Der Mutterkonzern der Costa-Reederei, das britisch-amerikanische Unternehmen Carnival, rechnet mit einem Schaden von 85 bis 95 Millionen US-Dollar. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Diese Summe komme allein durch den Umsatzausfall im laufenden Jahr zustande, das Schiff selbst ist nach Angaben des Eigentümers mit einem Selbstbehalt von 30 Millionen Dollar versichert. Unterdessen brachen am Montag die in London gelisteten Papiere von Carnival um rund 18 Prozent ein.

Die "Costa Concordia" war am Freitagabend vor der italienischen Insel Giglio auf Grund gelaufen und gekentert.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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