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Börsen-Zeitung: Der große Wurf

Der japanische Pharmakonzern Takeda beweist Mut und finanzielle Flexibilität, um sich den Wettbewerber Shire in einer Milliarden-Übernahme einzuverleiben. Die Offerte über 64 Mrd. Dollar ist der größte Deal für ein japanisches Unternehmen aller Zeiten. Der Konzern aus Osaka versucht sich an Superlativen. Dabei bietet Takeda nicht die Gewichtsklasse eines Sumoringers auf, um den irischen Rivalen niederzuringen. Zwar sind beide Pharmaspieler vom Umsatz her auf Augenhöhe, in der Marktkapitalisierung kann Takeda dem Gegenpart aber nicht das Wasser reichen. Weiter lesen …

Rheinische Post: Glückliche Familie und volle Sozialkassen

Am grünen Tisch rechnen Ökonomen gern vor, wie gut eine höhere Erwerbstätigkeit von Frauen für die Volkswirtschaft ist. Dass eine hohe Beschäftigung die Sozialkassen füllt und stabilisiert, ist eine Binsenweisheit und dass es sinnvoll ist, mit dem Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten Müttern die Rückkehr in den Job zu ermöglichen, bestreitet heute niemand mehr. Allerdings hat das Wachstum der Wochenarbeitsstunden junger Eltern seine Grenzen. Weiter lesen …

BERLINER MORGENPOST: Klare Kante für die Freiheit

"Durch die Furcht vor der Presse werden mehr Verbrechen, Korruption und Unmoral verhindert als durch das Gesetz." Ein Satz des US-Zeitungsverlegers Joseph Pulitzer. Er beschreibt exakt die gesellschaftliche Funktion der freien Presse. Sie hat eine Wächterpflicht, und wer sie bekämpft, will weniger Freiheit. Daher ist es ein Alarmsignal, dass ausgerechnet in Europa, an der Wiege der ältesten Demokratien, die Pressefreiheit unter Druck kommt. Weiter lesen …

Stuttgarter Nachrichten: Zum Scheitern der Wahlrechtsreform in Baden-Württemberg

Das Vertrauen ist erschüttert, die Lunte am grün-schwarzen Fass glimmt. Die Frage ist: Explodiert es auch? Themen, die die Koalition entzweien könnten, gibt es in den nächsten Monaten genug: Novelle der Landesbauordnung, Weichenstellungen in der Bildungspolitik und mögliche Diesel-Fahrverbote. Im Vergleich zu diesen Themen ist die Wahlrechtsreform unwichtig. Weiter lesen …

Börsen-Zeitung: Ein bisschen wie Amazon

Als Ruth Porat, damals Finanzchefin von Morgan Stanley, vor drei Jahren zum Internetkonzern Alphabet wechselte, stand der Betreiber der größten Internet-Suchmaschine bei Investoren in dem Ruf, die sprudelnden Gewinne aus dem Geschäft mit Online-Werbung mit vollen Händen auszugeben und unter anderem in sogenannten "Moonshot"-Projekten zu verbuddeln, deren Ertragsmöglichkeiten genauso ungefähr definiert schienen wie ihre Erfolgschancen. Weiter lesen …

Mitteldeutsche Zeitung: zu Whistleblowern

Es ist falsch, den Vorschlag aus Brüssel als Freibrief für rachsüchtige, unbefriedigte Mitarbeiter abzutun. Hier geht es um Missstände, um Gesetzesverstöße - zunächst gegen das EU-Recht. Hoffentlich dann auch bald gegen die Vorschriften in allen Mitgliedstaaten. Bisher haben lediglich zehn EU-Länder entsprechende Schutzregeln. Alle anderen müssen nachziehen. Weiter lesen …

Westfalen-Blatt: zur Kriminalität und Ausländer werden zu "Deutschen"

Wenn die amtlich registrierte Kriminalität statistisch erfasst und auf dieser Basis politisch oder sonst wie interpretiert wird, dann fühlen sich viele Bewohner von Großstädten wie in einer anderen Welt. Apropos »fühlen«. Sobald von »gefühlter« Kriminalität die Rede ist, muss man aufpassen. Denn mit dieser Formulierung sollen Menschen, die berechtigte Sorge davor haben, Opfer von Verbrechen zu werden, als Personen mit gestörter Wahrnehmung denunziert werden. Die Statistik ist nicht mehr als eine Beruhigungspille, solange sie unsauber geführt wird. Weiter lesen …

BERLINER MORGENPOST: Der Nordkorea-Poker

Nordkoreas Diktator Kim Jong-un hat sich in den vergangenen Monaten als Meister der großen Gesten entpuppt. Seine neueste Ankündigung, Tests für Atomwaffen und Langstreckenraketen auszusetzen, reiht sich ein in eine Kette von Entspannungssignalen. So gibt es seit Freitag eine Telefon-Hotline zwischen Nord- und Südkorea, die den Kriegszustand seit 1953 offiziell noch nicht beendet haben. Im März ließ Kim durchblicken, dass er eine "Entnuklearisierung" der koreanischen Halbinsel anpeile. Weiter lesen …