Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Weltgeschehen Merkel und Netanjahu wollen engere Zusammenarbeit

Merkel und Netanjahu wollen engere Zusammenarbeit

Archivmeldung vom 16.02.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.02.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: frapelo, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: frapelo, on Flickr CC BY-SA 2.0

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wollen eine engere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel. Dazu gehöre etwa die Zusammenarbeit in Fragen der Migration, sagte Merkel am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Netanjahu anlässlich der sechsten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen.

"Hier hat Israel beträchtliche Erfahrungen", betonte die Kanzlerin. Zudem habe sie mit dem israelischen Ministerpräsidenten über die Sicherheitspolitik sowie "über das große Thema Cybersicherheit" gesprochen. Auch die Lösung des Konflikts mit den Palästinensern sei Thema gewesen, so Merkel, die sich erneut für eine Zwei-Staaten-Lösung aussprach, sich hinsichtlich einer baldigen Lösung aber skeptisch zeigte: "Es ist jetzt sicherlich nicht der Zeitpunkt, einen umfangreichen Fortschritt zu machen."

Netanjahu betonte seinerseits die "einzigartigen Beziehungen" zwischen Israel und Deutschland. "Die Konsultationen dienen dazu, die Bereiche, in denen wir schon zusammenarbeiten, noch weiter zu verbreitern", so Netanjahu. So solle auch die Zusammenarbeit in der Wissenschafts- und Wirtschaftspolitik intensiviert werden. Beide Länder wollten "die Entwicklung neuer, innovativer digitaler Dienstleistungen unterstützen", heißt es in einem Kom­mu­ni­qué.

Innovative Lösungen seien "Triebkraft des Wohlstands" und trügen "zu einer besseren Lebensqualität bei", heißt es in dem Schriftstück weiter. "Investitionen in Bildung, Wissenschaft, Technologie und Innovation sind dafür von entscheidender Bedeutung."

Merkel und Netanjahu verabredeten zudem, dass die nächsten Konsultationen im Jahr 2017 in Jerusalem stattfinden sollen.

Netanjahu und Merkel besuchen Ausstellung "Kunst aus dem Holocaust"

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Dienstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Ausstellung "Kunst aus dem Holocaust" besucht, die derzeit im Deutschen Historischen Museum Berlin gezeigt wird. Die "Bild" hatte die Ausstellung gemeinsam mit der Stiftung Kunst und Kultur initiiert und den israelischen Regierungschef eingeladen, die 100 Bilder zu betrachten, die von jüdischen Häftlingen aus verschiedenen Konzentrationslagern, Arbeitslagern und Ghettos erstellt wurden. Netanjahu bedankte sich bei Merkel "für ihre spontane Entscheidung, mich zu dieser Ausstellung zu begleiten" und sich "diese Bilder von Künstlern anzusehen, die von Tod und Deportation berichten, aber auch von der Hoffnung zu überleben. Es ist bewegend, den Geist dieser großartigen Menschen und Künstler zu sehen, die inmitten der Hölle steckten", sagte Netanjahu. "Es ist unsere Verantwortung, dafür zu sorgen, dass sich diese Geschichte niemals wiederholt. Israel wird die sechs Millionen Opfer niemals vergessen. Ich sehe es als meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass mein Volk nicht noch einmal schutzlos dem Massenmord ausgeliefert ist." Um so dankbarer sei er der deutschen Regierung, "dass sie uns bei dieser Aufgabe unterstützen". Merkel erklärte, sie fühle sich geehrt und "persönlich sehr bewegt", als Bundeskanzlerin den israelischen Premierminister begleiten zu dürfen. Aus dem, was die Bilder der Ausstellung zeigten, erwachse "eine gemeinsame Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Videos
Inelia Benz über Krankheit und Tod
Inelia Benz über Krankheit und Tod
Inelia Benz: "Was wäre, wenn...?"
Inelia Benz: "Was wäre, wenn...?"
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte pedant in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige