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Syrien: Mindestens 35 Deutsche in Haft

Archivmeldung vom 14.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Karte von Syrien Bild: wikipedia.org
Karte von Syrien Bild: wikipedia.org

Derzeit sitzen mindestens 35 mutmaßliche deutsche Anhänger der Terrorgruppe "Islamischer Staat" in Gefängnissen der Kurden in Nordsyrien - darunter mindestens zehn Männer, zehn Frauen und 15 Kinder. Das geht aus Recherchen der Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben) in Nordsyrien hervor. Insgesamt halten die Anti-Terror-Einheiten der kurdischen Miliz YPG derzeit 2.700 Männer, Frauen und Kinder aus 46 Staaten in Nordsyrien in Haft, darunter 800 ausländische Personen, die für den IS auch an Kämpfen teilgenommen haben sollen.

Nach Angaben der Verwaltung der Kurden sind die Haftanstalten vor Ort jedoch stark überfüllt. "Die ausländischen Gefangenen sind für uns eine sehr große Belastung und eine enorme Herausforderung", sagte der Außenbeauftragte der kurdischen Selbstverwaltung in Nordsyrien, Abdulkarim Omar, den Zeitungen. "Wir werden diese Leute niemals in unserer Region belassen, und wir werden sie auch nicht hier vor Gericht stellen", so Omar weiter. Die Kurden in Nordsyrien wollen eigenen Angaben zufolge den Herkunftsländern wie etwa Deutschland, Frankreich oder die USA nur eine kurze Zeit für den Dialog geben. "Wenn sie ihrer Verantwortung nicht gerecht werden, müssen wir uns Alternativen überlegen", so Omar.

Klar sei dann vor allem eines: "Diese Leute bleiben nicht hier im Gefängnis", so der Außenbeauftragte. Im Zusammenhang mit den wiederholten Angriffen des türkischen Militärs auf Hochburgen der Kurden in Nordsyrien hatte Omar zuletzt auf einer Europareise gewarnt: "Die Angriffe der Türkei können dazu führen, dass gefangene IS-Anhänger freikommen." Die Kurdenmiliz YPG steht ideologisch der türkisch-kurdischen Arbeiterpartei PKK nahe. In der Türkei gilt sie deswegen als Terrororganisation. Für den Westen, vor allem die USA, ist sie einer der engsten Partner im Kampf gegen den IS, sie hat eine entscheidende Rolle bei der Befreiung der früheren IS-Hauptstadt Rakka und anderer Städte gespielt. Doch die Kanäle deut scher Diplomaten zu den Kurden nach Nordsyrien sind nach Angaben der Bundesregierung begrenzt. Die deutsche Botschaft in Syrien ist weiterhin geschlossen. In dem Bürgerkriegsland haben weder der Diktator Baschar al-Assad noch die türkische Regierung Einfluss in der Kurdenregion. Und die Kurden sind als eigener Staat mit einer eigenen Justiz international nicht anerkannt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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