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Weltbank-Chefökonom: Halbierung der Armut kann bis 2015 erreicht werden

Archivmeldung vom 29.12.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.12.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Justin Yifu Lin Bild: Bdwgast / wikipedia.org
Justin Yifu Lin Bild: Bdwgast / wikipedia.org

Der Chefökonom der Weltbank, Justin Yifu Lin, sieht eine Chance die Armut bis 2015 zu halbieren und damit die Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. "Eine forcierte Industrialisierung hilft den Entwicklungsländern, neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Lücke zu den Industrieländern zu schließen", schreibt Justin Yifu Lin in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt". "Dann kann es tatsächlich ein goldenes Zeitalter für alle geben."

Mit Ausnahme einiger Ölexportländer sei in der Geschichte noch kein Land ohne Industrialisierung reich geworden. Alle Blicke sollten sich deshalb jetzt auf die realen Bereiche unserer Volkswirtschaften richten. Angesichts der Finanzkrise in Europa seien Politiker weltweit mit einer ungemütlichen Realität konfrontiert: "Wenn die Industrieländer sich weiter vornehmlich auf Finanzgeschäfte verlassen und sich nicht von Grund auf erneuern, verlieren sie ihren bisherigen Lebensstandard. Die Weltgemeinschaft muss über die Euro-Zone und Staatsschuldenkrisen hinausblicken und die Gelegenheit zur strukturellen Transformation in den realen Sektoren der sich entwickelnden Welt wahrnehmen." Tatsächlich könnten wir, indem wir unsere Entwicklungsanstrengungen auf die relativen Vorteile ärmerer Länder richten, Vertrauen in den Unternehmenssektor wiederherstellen und Investitionen in die Schaffung von Arbeitsplätzen fördern nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch in fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Die Entwicklungsländer könnten ihre Industrien schneller ausbauen, "da sie ohne viel Risiko Technologie von den Industrieländern erhalten können". Die Strategie für Entwicklungsländer liege darin, dieselben Industrien aufzubauen, die seit Jahrzehnten für Wachstum in reichen Ländern gesorgt haben.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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