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Institut für Weltwirtschaft kritisiert Deutschlands Corona-Hilfen

Archivmeldung vom 14.12.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.12.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Gabriel Felbermayr (2018)
Gabriel Felbermayr (2018)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel kritisiert die Ausgestaltung der November- und Dezemberhilfen des Bundes und fordert weitreichende Änderungen für die Zukunft. "Die jetzigen Instrumente wie die Novemberhilfe, die sich am Umsatz orientiert, führen zu grundlegenden Ungerechtigkeiten", sagte Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts, der "Welt am Sonntag".

Und weiter: "Den einen bleibt nach Abzug ihrer Kosten wenig bis nichts, die anderen haben viel mehr Geld in der Tasche als in einem normalen November." Die Berechnung der Hilfsgelder orientiert sich nicht an den tatsächlichen Verlusten der Firmen, auch nicht an den realen Kosten oder Gewinnen der Vorjahre, sondern am Umsatz.

Felbermayr und sein Kollege Stefan Kooths machen Vorschläge, wie es besser gehen könnte: Ein Stabilisierungsmechanismus für die Wirtschaft dürfe nicht zwischen Branchen, Unternehmensgrößen und Rechtsformen diskriminieren, erklären die Kieler in ihrem Papier. Er dürfe Fremdkapital nicht gegenüber Eigenkapital privilegieren. Stärker betroffene Branchen sollten stärker gestützt werden. Firmen, denen es vorher schon nicht gut ging, sollten dagegen weniger stark unterstützt werden als gesunde Unternehmen. Anders als beim Hilfspaket der Bundesregierung orientiert sich dieses Kieler Modell für betriebliche Stabilisierungshilfen nicht am Umsatz der Unternehmen. Maßgeblic h ist dem Papier zufolge stattdessen das Betriebsergebnis beziehungsweise das Einkommen des Selbstständigen. Im betrieblichen Rechnungswesen entspricht das Betriebsergebnis in etwa dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit).

Der Vorschlag sieht vor, den Rückgang beim Betriebsgewinn zu etwa 85 Prozent zu kompensieren und damit das Eigenkapital zu sichern, so dass die Firmen nach der Krise wieder schnell wachsen können. Allerdings soll sich das Ausmaß der Zuschüsse nicht am individuellen prozentualen Gewinneinbruch orientieren, sondern am Rückgang der Gesamtbranche in der Region im Vergleich zum Jahr vor der Krise. Die Wissenschaftler wollen damit Anreize erhalten, besser als die Konkurrenz zu wirtschaften.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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