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"Ärzte ohne Grenzen" kritisieren internationale Ebola-Hilfe

Archivmeldung vom 20.12.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.12.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Samenwerkende Hulporganisaties, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: Samenwerkende Hulporganisaties, on Flickr CC BY-SA 2.0

Die Internationale Präsidentin der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" (MSF), Joanne Liu, hat die Hilfe für die von der Ebola-Epidemie geplagten Staaten Westafrikas als "zu spät und zu gering" kritisiert. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" stellte Liu die rhetorische Frage: "Wie kann es sein, dass die internationale Gemeinschaft die Ebola-Bekämpfung überwiegend lokalen Ärzten und Pflegern sowie humanitären Helfern überlässt?"

Angesichts der gewaltigen Dimension der Bedrohung zeigte die MSF-Chefin ein wenig Verständnis für die langsame Reaktion von Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation. "Dieser Ausbruch ist einfach anders als alles, was die Welt bisher gesehen hat." Außerdem sei 2014, "mit all den starken Flüchtlingsströmen", ein Jahr mit besonders vielen humanitären Krisen gewesen. MSF konzentriert sich unterdessen laut Liu auf den Aufbau kleiner und flexibler medizinischer Stationen und auf Sierra Leone, wo die Infektionsrate am stärksten steige.

Neuerdings beteilige sich die Organisation auch an kontrollierten Versuchen zu Behandlungsmöglichkeiten. "Unsere Helfer werden selbst zwei antivirale Substanzen verabreichen, die gegen Ebola helfen sollen, und die Ergebnisse für eine wissenschaftliche Studie protokollieren", sagte die 49-jährige Ärztin im Interview. In Guinea sei ihre Organisation daran beteiligt, "die Übertragung von Blut genesener Patienten an Erkrankte als mögliches Heilmittel zu prüfen".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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