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Telekom-Chef: Edward Snowden hat aus schwerer Gewissenskrise gehandelt

Archivmeldung vom 11.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Edward Snowden, 2013
Edward Snowden, 2013

Foto: Laura Poitras / Praxis Films
Lizenz: CC-BY-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Telekom-Chef René Obermann glaubt, dass der Whistleblower Edward Snowden aus einer schweren Gewissenskrise heraus gehandelt hat. Auf die Frage, ob er Snwoden Asyl gewähren würde, antwortete Obermann in der Wochenzeitung "Die Zeit": "Mein Herz sagt Ja. Aber mein Verstand sagt, dass die Dinge kompliziert sind. Ich glaube, dass Edward Snowden aus einer schweren Gewissenskrise heraus gehandelt hat."

Snowden habe weder seinem Heimatland schaden wollen, noch sei es ihm um persönliche Anerkennung gegangen, betonte der Telekom-Chef. "Er war überzeugt davon, einer fundamentalen Fehlentwicklung entgegentreten zu müssen", so Obermann weiter.

Telekom-Chef wünscht sich mehr soziale Durchlässigkeit

Telekom-Chef René Obermann gibt Ende des Jahres den Vorstandsvorsitz auf und wünscht sich, was Karrieren angeht, eine stärkere Durchlässigkeit innerhalb der Gesellschaft: "Das betrifft nicht nur das Topmanagement. Denken Sie nur daran, dass jedes Jahr Zigtausende Jugendliche ohne Schulabschluss bleiben und völlig perspektivlos ins Berufsleben starten. Ich finde das nicht akzeptabel", so Obermann, der selbst in bescheidenen Familienverhältnissen aufwuchs und sein BAföG durch eine Firmengründung aufstockte, gegenüber der "Zeit".

Dass die Herkunft eine Rolle spiele, habe er in Kreisen der Konzernchefs selbst nie gespürt: "Aber sehen Sie sich einmal die Liste der Verantwortungsträger und deren Lebensläufe an. Mein Eindruck ist, dass es nicht viele Karrieren gibt, die wie meine verlaufen sind."

Die Kritik von Papst Franziskus an den Auswirkungen unseres Wirtschaftssystems beobachtet Obermann "mit großer Freude". Der Papst müsse "die Finger in die Wunden legen. Seinen Reformeifer in der katholischen Kirche finde ich angebracht", so Obermann. "Ich habe mich oft über die katholische Kirche aufgeregt und tue es noch. Ich finde aber, die Kirche wird stark durch die konkrete Gemeindearbeit geprägt. Das ist mir sehr wichtig, hier habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht und will etwas beitragen."

Als Vorstandvorsitzender habe er auch "Frustmomente" erlebt. "Und dazu gehört, gegen eine in meinen Augen falsche und investitionsfeindliche Regulierung kämpfen zu müssen und dabei das Gefühl zu haben, gegen Betonmauern zu rennen", sagte der 50-Jährige im "Zeit"-Interview. Sein Wechsel zum größten Kabelnetzbetreiber der Niederlande habe damit aber nichts zu tun: "Ich mag das Land gern. Die Menschen sind gelassen, es gibt wenig Chichi, nicht so viele eingefahrene Rituale."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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