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Rohani gewinnt Präsidentschaftswahlen im Iran

Archivmeldung vom 15.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Ḥasan Rūḥānī (2013)
Ḥasan Rūḥānī (2013)

Foto: Mojtaba Salimi
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der als vergleichsweise gemäßigt geltende Hassan Rohani hat die Präsidentschaftswahlen im Iran offenbar schon im ersten Wahlgang gewonnen. Nach offiziellen Angaben stimmten 50,71 Prozent der Wähler für den 64-Jährigen, insgesamt bekam er rund 18,6 Millionen Stimmen, teilte das iranische Innenministerium mit. Die Wahlbeteiligung soll bei 72,7 Prozent gelegen haben, die zweitmeisten Stimmen bekam demnach der Oberbürgermeister von Teheran, Mohammad Ghalibaf mit 16,56 Prozent.

Rohani hatte vor der Wahl angekündigt, er wolle eine Bürgerrechts-Charta einführen, die Wirtschaft aufbauen und die Zusammenarbeit mit der Weltgemeinschaft verbessern. Im Sinne einer konstruktiven Interaktion mit der Weltgemeinschaft bevorzuge er Verhandlungen als den besten Ausweg bei dem Streit um das iranische Atomprogramm. "Besonnenheit und Hoffnung" sei das Motto der Regierung, die er bilden wolle.

Rohani wird Nachfolger von Nachfolger von Mahmud Ahmadinedschad, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten durfte. Aus dem Ausland waren skeptische Stimmen aber auch Hoffnung zu vernehmen.

Iranischstämmiger Bundestagsabgeordneter von Rohani nicht begeistert

Der aus dem Iran stammende FDP-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der deutsch-iranischen Parlamentariergruppe, Bijan Djir-Sarai, ist von dem möglichen künftigen iranischen Präsidenten, Hassan Rohani, nicht begeistert. "Mit dem Begriff `Reformer` würde ich sehr vorsichtig umgehen, das muss er noch beweisen", sagte Djir-Sarai am Samstag dem "Deutschlandfunk". "Unter den Kandidaten, die der Wächterrat zugelassen hat, ist er derjenige, wo man sagt, ihm trauen wir Reformen zu", so der FDP-Politiker weiter. Sollte er sich tatsächlich auch als Reformer zeigen, werde er mit Sicherheit von der internationalen Gemeinschaft auch ausreichende Unterstützung bekommen. Allerdings seien die Widerstände im iranischen System sehr groß. "Ich glaube schon, dass Herr Chamenei alles daran setzen wird, damit diese Veränderungen nicht im Iran entstehen", so Djir-Sarai, der in Teheran geboren wurde und als Kind ohne Deutschkenntnisse nach Deutschland kam.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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