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Polen will nun auch von Russland Reparationen – Medwedew spricht von "Degenerierten"

Archivmeldung vom 29.10.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.10.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Dmitri Medwedew (2022) Bild: Jekaterina Schtukina / RIA Nowosti
Dmitri Medwedew (2022) Bild: Jekaterina Schtukina / RIA Nowosti

Das polnische Außenministerium hat am Freitag angekündigt, von Russland Reparationszahlungen fordern zu wollen. Man werde nun eine Berechnung der Schäden aufstellen. Darauf reagierte der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew auf seinem Telegram-Kanal scharf: Er bezeichnete das polnische Außenministerium als "Degenerierte". Dies berichtet das Magazin "RT DE".

Weiter berichtet RT DE: "Polen wird eine Berechnung der Verluste während des Zweiten Weltkriegs durchführen und eine Entschädigung von Russland fordern, so das polnische Außenministerium in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung.

"Die Berechnung der militärischen Verluste, die durch die UdSSR verursacht wurden, wird auf der Grundlage von Studien erstellt, die denen ähneln, die zur Berechnung der Schäden geführt haben, die Polen durch die deutsche Aggression und Besatzung während des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) entstanden sind", heißt es in der Erklärung.

Mitte Oktober hatte Warschau bereits in einer diplomatischen Note von Deutschland die Zahlung von rund 1,3 Billionen Dollar an Reparationszahlungen für den Zweiten Weltkrieg gefordert. Eine offizielle Antwort steht noch aus, aber die deutsche Regierung hat wiederholt erklärt, dass sie weitere Zahlungen ausschließt. Polen habe, so die deutsche Auffassung, unmittelbar nach dem Krieg recht hohe Reparationszahlungen erhalten, und es gibt keinen Grund, den im Jahr 1953 erklärten Verzicht auf weitere Entschädigungen in Frage zu stellen.

Zahlreiche polnische Politiker haben wiederholt gefordert, auch an Russland Reparationsforderungen zu stellen. Insbesondere der Vorsitzende der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jarosław Kaczyński, hat sich in diesem Sinne geäußert, und Präsident Andrzej Duda hat diese Idee unterstützt.

Das russische Außenministerium bezeichnete diese Forderungen als unbegründet und im Bereich der politischen Fantasie angesiedelt. Polen versuche, seine eigenen innenpolitischen Probleme zu lösen, indem es sich dem "historischen Revisionismus" zuwendet. Der Kreml bezeichnete die Äußerungen Polens als unverhohlene Russophobie und "ungesunden politischen Extremismus".

Die Rote Armee hatte Polen in den Jahren 1944 und 1945 von der Besatzung durch das nazistische Deutschland befreit. Die sowjetischen Verluste allein im Rahmen der Operationen "Bagration" und "Wisla" hatten sich auf mehr als 600.000 Soldaten und Offiziere belaufen. Darüber hinaus hatte die UdSSR auch beim Wiederaufbau der Republik nach dem Krieg enorme Hilfe geleistet. Allein in Warschau waren Zehntausende von Minen geräumt, Brücken und Straßen wiederhergestellt worden. Der Bevölkerung waren Lebensmittel, Kohle und Petroleum gespendet worden. Gleichzeitig hatte sich das sowjetische Militär nicht in das innere Leben des polnischen Volkes eingemischt.

Am Abend reagierte der stellvertretende Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrates der Russischen Föderation und frühere Präsident Dmitri Medwedew scharf auf die polnische Forderung. Auf seinem Telegram-Account schrieb Medwedew: 

"Auf die Degenerierten im polnischen Außenministerium, die von Russland eine Entschädigung für 'Kriegsverluste' fordern, kann auf zweifache Weise reagiert werden:

Entweder stellt man ihnen eine Rechnung für alles, was die UdSSR während der Zeit des Sozialismus Polen übergeben hat. Und das sind Hunderte von Milliarden Dollar.

Oder man sagt ihnen, dass sie sich mit ihren beschissenen Berechnungen den Hintern abwischen können. Zumal das Toilettenpapier in der EU sehr teuer geworden ist."

Quelle: RT DE

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