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Kein Vakzin aus USA und Großbritannien: Irans oberster Führer verbietet Import

Archivmeldung vom 09.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Ali Chamenei (2020)
Ali Chamenei (2020)

Lizenz: CC BY 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Laut einem iranischen Medienbericht von Freitag hat Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei die Einfuhr von US-amerikanischen und britischen Impfstoffen gegen das neuartige Coronavirus ins Land verboten. Dies schreibt das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes geschrieben: "„Wenn die Amerikaner einen Impfstoff herstellen könnten, wären sie nicht in dem Zustand, in dem sie sich derzeit befinden. Sie würden nicht jeden Tag 4000 Todesfälle verzeichnen. Gleiches gilt für Großbritannien“, zitiert die iranische Agentur Mehr News Chamenei.

Irans oberster Führer sagte, dass er beiden Ländern nicht vertrauen würde und fügte hinzu: „Manchmal wollen sie den Impfstoff in anderen Ländern testen.“ Auch Frankreich würde er nicht vertrauen, so Chamenei. Wenn ein anderes Land, dem der Iran vertraue, einen Impfstoff herstellen würde, dürfte die Regierung Impfstoffe aus diesem Land importieren.

Der Rote Halbmond sagte daraufhin umgehend die Bestellungen für 150.000 Impfdosen von BioNTech und Pfizer ab, hieß es bei der Deutschen Presse-Agentur.

Der Iran testet seit vergangenem Monat einen eigenen entwickelten Corona-Impfstoff namens „Coviran Barekat“. Den Probanden gehe es laut Gesundheitsministerium gut und die Tests sollten daher auch weitergeführt werden. Laut Präsident Hassan Rohani werde das Land aber demnächst auch ausländische Impfstoffe einführen.

Die iranische Zentralbank hat für die Einfuhr von Impfstoffen 200 Millionen Euro bereitgestellt. Es wird jedoch befürchtet, dass die Einfuhr der ausländischen Impfstoffe derzeit nicht machbar ist. Wegen der US-Sanktionen hat der Iran keinen Zugang zum globalen Banksystem und daher auch Probleme mit dem Zahlungsverkehr. Diese wirken sich nach offiziellen Angaben auch auf die Bestellung von Impfstoffen aus.

Corona im Iran

Wegen eines strengen Lockdowns sind die Fallzahlen im Iran in den letzten Wochen zwar gesunken, es werden aber weiterhin täglich zwischen 85 und 100 Todesfälle sowie über 6000 Neuinfektionen registriert. Seit dem Beginn der Pandemie Ende Februar gab es im Land mehr als 56.000 Tote und fast 1,3 Millionen Corona-Infektionen. Eine Massenimpfung gegen Corona für die fast 83 Millionen Iraner ist für März nächsten Jahres geplant."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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