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Serbiens Präsident übers Kosovo: Bin besorgt darüber, was im November kommt

Archivmeldung vom 30.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Aleksandar Vucic
Aleksandar Vucic

Foto: WikiNameBaks
Lizenz: CC-BY-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic hat sich in einem Sputnik-Interview besorgt über die Pläne des Kosovo zur Schaffung einer eigenen Armee geäußert: Diese soll nämlich bereits im November gebildet werden. Dies kann laut Vucic jede Chance auf einen Kompromiss zerstören.

Die Kosovo-Albaner haben, so der serbische Staatschef, bereits die Entscheidung getroffen, am 28. November, dem Tag der albanischen Flagge, eine kosovarische Armee zu gründen. Dies sei als Geschenk an die albanischen Nation gedacht. Derzeit laufen jedoch Gespräche zwischen Pristina und Belgrad über mögliche Lösungen der gemeinsamen Probleme.

„Wie Sie sehen, sind sie absolut nicht geneigt, auch nur irgendetwas in der Frage der Assoziierung der serbischen Gemeinden zu tun. Offensichtlich werden wir mit immer größeren Problemen konfrontiert sein“, so Vucic. Unter der Assoziierung der serbischen Gemeinden wird die Einräumung erweiterter Autonomierechte für die Teile des Kosovo verstanden, die mehrheitlich von Serben besiedelt sind.

Als eine weitere Bedrohung sieht der serbische Präsident die Strategie der Kosovo-Albaner, sich die Unterstützung auf dem Weg in die Interpol zu sichern: „Das wird uns große Probleme schaffen und viel Leid provozieren. Ich meine lügnerische Beschuldigungen gegen Serben und die weitere Selbstdarstellung des sogenannten Kosovo als Opfer.“

Die Atmosphäre bei den künftigen Verhandlungen könne dadurch verschlechtert werden. „Das wäre ein Signal, dass sie alles tun können, was sie wollen. Und ich fürchte, dass wir in einen Teufelskreis geraten, ohne jede Chance auf ein glückliches Ende“, so Vucic.

Der serbische Präsident hat nach eigenen Worten große Sorgen vor dem, was in November kommen wird. „Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um den Frieden mit allen Mitteln zu wahren und meinem Volk zu helfen.“

Erst vor einem Monat war es zwischen Serbien und dem Kosovo zu einem gefährlichen Vorfall gekommen: Vucic ließ das Militär in volle Gefechtsbereitschaft bringen. Der Hintergrund war die Besetzung der Zugänge zum Wasserkraftwerk „Gazivoda“ am gleichnamigen Stausee im Norden des Kosovo durch kosovarische Spezialeinheiten.

Vor knapp zwei Wochen war bekannt geworden, dass das Kosovo eine eigene Armee gründen wolle. Dafür stimmten im Parlament der teilweisen anerkannten Republik 101 der insgesamt 102 anwesenden Abgeordneten.

Für die Gründung einer eigenen Armee soll im Kosovo die Verfassung geändert werden. Gegen diesen Schritt tritt Belgrad aktiv auf und beruft sich dabei auf die Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrates über die Regelung im Kosovo und in Metochien.

Seit 2011 gibt es unter Vermittlung der EU einen Dialog zwischen Serbien und der Führung des Kosovo. Kosovo hatte am 17. Februar 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Seitdem haben 111 von 193 Uno-Mitgliedsstaaten sowie 23 von 28 EU-Staaten die Unabhängigkeit der Region anerkannt. Zu den Ländern, die das nicht getan haben, zählen Russland, Serbien, China und zahlreiche andere."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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