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Weil gegen Russland-Sanktionen und für Nord-Stream 2

Archivmeldung vom 30.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Russland und Deutschland
Russland und Deutschland

Bild: Eigenes Werk /OTT

Ungeachtet der neuen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine hat Niedersachsens Ministerpräsident und SPD-Chef Stephan Weil für eine Fortführung von Dialog und Annäherung zwischen Westeuropa und Russland plädiert. Über weitere Sanktionen zu reden, sei schädlich.

Weil sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", "es gibt berechtige Zweifel daran, dass die bisherigen Sanktionen die gewünschten Ergebnisse gebracht haben. Deswegen wäre es gut, wenn die weitere politische Entwicklung eine Lockerung und Aufhebung der Sanktionen ermöglichen würde". Erst recht halte er nichts davon, die bestehenden Sanktionen noch weiter zu verschärfen, wie jetzt zum Teil gefordert werde. "Das würde die Beziehungen zu Russland weiter verhärten, ohne irgendeinen Nutzen zu erbringen", sagte Weil.

Der SPD-Landeschef sieht trotz des Drängens der USA und der Ukraine auch keinen Anlass, von den Planungen für das deutsch-russische Pipelineprojekt Nord Stream 2 abzuweichen. "Erdgas muss auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung bei uns leisten. Das Vorhaben nutzt vor allem der Versorgungssicherheit und ist in unserem Interesse", sagte Weil.

Der Ministerpräsident bricht am Sonntag zu einer dreitägigen Reise nach Russland auf. Auf dem Programm stehen politische Gespräche in Moskau.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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