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Vatikan-Gold: Einstiger Besitz ermordeter Sinti und Roma?

Archivmeldung vom 18.08.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.08.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

In Europa sind während des Zweiten Weltkrieges rund 3,5 Millionen Sinti und Roma ermordet worden, sagte der Präsident des Weltverbandes der Roma, Jovan Damjanovic, gegenüber Sputnik.

Damjanovic äußerte sich zu der Initiative dieser Organisation, die Anerkennung des Genozids gegen die Sinti und Roma im Zweiten Weltkrieg und die Entschädigung ihrer Nachkommen durchzusetzen. Ihm zufolge hat der Weltverband zu diesem Zweck Anwälte aus den USA und der Schweiz sowie den serbischen Juristen Milan Vujin beauftragt.

„(…) Wir können auf dem Rechtsweg um unsere Rechte und um die Anerkennung unserer Opfer kämpfen. Wir werden alles nur Mögliche tun, damit vor dem Internationalen Gericht gezeigt werden kann, welche Opfer unser Volk erlitten hat, und das wir –ebenso wie die Serben und die Juden – eine Entschädigung bekommen müssen“, so Damjanovic.

Er wisse noch nicht, was mit dem Vermögen, insbesondere mit dem Gold der von den Nazis ermordeten und beraubten Roma geschehen sei, so Damjanovic.„Unsere Anwälte haben bestimmte Recherchen angestellt und herausgefunden, dass unser Gold im Vatikan und in Schweizer Banken gelandet war. Alles wird ans Licht kommen, wenn ein Gerichtsprozess stattfindet“, sagte Damjanovic.

Das Mitglied der nichtstaatlichen Organisation „Haus der Menschenrechte“, Dragan Popovic, erachtet die Initiative des Weltverbandes der Roma als zeitgemäß und wichtig, denn die Verbrechen der Nazis gegen die Sinti und Roma seien immer in den Hintergrund gerückt worden. Nazi-Deutschland habe versucht, diesen Teil der Bevölkerung auszulöschen, so der Menschenrechtler.

Für Popovic ist diese Initiative vor allem aus politischen Gründen wichtig. „Darüber, ob die Roma für die Sklavenarbeit ihrer Vorfahren in Deutschland entschädigt werden, werden Gerichte entscheiden, aber diese Entscheidung hängt auch vom politischen Willen ab“, so Popovic.

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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