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Insolvenz angemeldet - US-Waffenlobby NRA

Archivmeldung vom 18.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
National Rifle Association (NRA) Logo
National Rifle Association (NRA) Logo

Die mächtige US-Waffenlobby-Organisation NRA (National Rifle Association) hat nach eigenen Angaben als Teil einer „Restrukturierung“ Konkurs angemeldet. Dies meldet das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter heißt es hierzu auf deren deutschen Webseite: "Am Freitag teilte die NRA mit, sie wolle New York und das dortige „vergiftete“ und „korrupte“ politische Umfeld verlassen und sich in Texas neu aufstellen. Der Plan sehe die „Nutzung des Schutzes des Konkursgerichts“ vor, hieß es.

„Dieser strategische Plan ist ein Weg zu Chancen, Wachstum und Fortschritt“, sagte Wayne LaPierre, CEO/EVP von NRA.

Der Schritt komme zu einer Zeit, in der die NRA in ihrer stärksten finanziellen Verfassung seit Jahren sei. Zugleich hieß es, dass es keine unmittelbaren Änderungen an den Betrieben oder der Belegschaft geben werde.

Hintergrund

Zuletzt hatten die Finanz- und Führungsskandale die NRA erschüttert. 2019 berichtete der „New Yorker“, die NRA mache nicht nur „40 Millionen Dollar Verlust im Jahr“, sondern steuere „Hunderte Millionen Dollar“ ihres aus Beiträgen und Fundraising erzielten Umsatzes an eine PR-Firma sowie ein paar Topmanager und „zweifelhafte“ Vertragspartner. Das sei ein Verstoß gegen Gesetze, die vorsehen, dass die NRA steuerbefreit ist.

Im Sommer erhob die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James Anklage gegen die Organisation. Der Bundesstaat New York verlangte die Auflösung des Verbands. James warf führenden Mitgliedern vor, Geld veruntreut und sich selbst bereichert zu haben. Über drei Jahre hinweg seien Schäden in Höhe von mehr als 64 Millionen Dollar entstanden. Führungspersonen der Organisation sollen unter anderem private Reisen auf die Bahamas und teure Restaurantbesuche mit Geldern der Organisation bezahlt haben. Die NRA nannte die Vorwürfe damals gegenstandslos und sprach von einem Angriff auf die verfassungsmäßigen Rechte von Waffenbesitzern.

Die Umstrukturierung der NRA könnte die Klage behindern. Eine Neugründung in Texas könnte dazu führen, dass die Organisation nicht wie von James gefordert aufgelöst wird. James teilte als Reaktion auf die NRA-Erklärung jedoch mit, sie werde der Organiation nicht erlauben, sich ihrer Aufsicht zu entziehen: „Während wir diese Einreichung überprüfen, werden wir nicht zulassen, dass die NRA diese oder eine andere Taktik anwendet, um sich der Rechenschaftspflicht und der Aufsicht meines Büros zu entziehen.“ "

Quelle: SNA News (Deutschland)

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