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Magazin: Kriminelle Vereinigungen richten Schäden im Milliardenbereich an

Archivmeldung vom 14.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Thorben Wengert  / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Die Europäische Union schätzt, dass es in Europa rund 3.600 kriminelle Vereinigungen gibt, die jährlich einen volkswirtschaftlichen Schaden in dreistelliger Milliardenhöhe anrichten. Dies habe ein Sonderausschuss des Europäischen Parlaments ermittelt, der organisiertes Verbrechen, Geldwäsche und Korruption in Europa untersuchte, berichtet der "Spiegel".

Nach Schätzungen des sogenannten CRIM-Komitees leben in der EU rund 880.000 Sklavenarbeiter, von denen 270.000 Opfer sexueller Ausbeutung sind. Allein mit Menschenhandel machten organisierte Banden jedes Jahr einen Profit in Höhe von rund 25 Milliarden Euro. Etwa 18 bis 26 Milliarden Euro bringe der illegale Handel mit Körperorganen und Wildtieren.

Der Schaden durch Cyber-Kriminalität summiere sich auf 290 Milliarden Euro. Eine "ernsthafte Bedrohung" gehe zudem von der grassierenden Korruption aus. Allein im öffentlichen Sektor habe man 20 Millionen Fälle registriert. Der Gesamtschaden: 120 Milliarden Euro im Jahr.

Die Kommission fordert von Polizei und Justiz der EU-Staaten eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Europäische Steueroasen müssten verschwinden, der Kauf von Wählerstimmen solle überall zum Strafdelikt werden. Wer wegen Geldwäsche oder Korruption verurteilt wurde, dürfe mindestens fünf Jahre lang keine öffentlichen Aufträge erhalten.

Zudem plädiert der Ausschuss für einen europaweiten gesetzlichen Schutz von Whistleblowern. Wer Missstände in Behörden oder Unternehmen aufdecke, dürfe nicht als Straftäter verfolgt werden. Das EU-Parlament will am 23. Oktober über den CRIM-Bericht abstimmen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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