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EU will Kapazität von Gas-Pipeline aus Aserbaidschan verdoppeln

Archivmeldung vom 15.12.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.12.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Thomas Max Müller / pixelio.de
Bild: Thomas Max Müller / pixelio.de

Die EU will die Kapazität einer Pipeline für Gas aus Aserbaidschan verdoppeln. Darauf haben sich der neue EU-Kommissar für die Energieunion, Maros Sefcovic, und der Präsident Aserbaidschans, Ilcham Alijew, sowie der türkische Energieminister Taner Yildiz verständigt, wie der "Spiegel" berichtet. Damit reagiert die EU auf die Ankündigung Russlands, die South-Stream-Pipeline nicht zu bauen.

Die Alternativleitung soll Gas aus dem Kaspischen Meer über die Türkei bis nach Mitteleuropa transportieren. Geplant war die Pipeline zunächst für zehn Milliarden Kubikmeter jährlich. Rechnerisch könnte das Volumen nun auf bis zu 20 Milliarden Kubikmeter ausgeweitet werden. "Die technischen Voraussetzungen für eine Erhöhung der Kapazität sind vorhanden", sagte Sefcovic dem "Spiegel". "Alle Beteiligten gehen davon aus, dass die Pipeline bis 2019 fertiggestellt sein wird."

BDI-Chef stellt sich hinter Russland-Sanktionen der EU

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, hat sich klar hinter die Russland-Sanktionen der EU und die Politik der Bundesregierung gegenüber Moskau gestellt. "Wir unterstützen die Sanktionen voll und ganz", sagte Grillo der "Bild am Sonntag".

"Denn langfristige Rechtssicherheit ist wichtiger als kurzfristiger Profit. Das Vorgehen Russlands auf der Krim kann man nicht akzeptieren. Außenminister Steinmeier und Kanzlerin Merkel haben das Vertrauen der Wirtschaft", so Grillo. Abgesehen von einzelnen Unternehmen wird die deutsche Wirtschaft nach Ansicht des BDI-Chefs mit den Belastungen durch die Sanktionen fertig. "Unser Export nach Russland beträgt drei Prozent. Einzelne Unternehmen leiden stark, insgesamt müssen wir das hinnehmen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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