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Von der Leyen verteidigt Impfstoffbeschaffung

Archivmeldung vom 06.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Ursula Gertrud von der Leyen (2020)
Ursula Gertrud von der Leyen (2020)

Foto: FlickreviewR 2
Lizenz: CC BY 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Präsidentin der europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat die Impfstoffbeschaffung der EU gegen Kritiker verteidigt. Sie sei fest "von unserem gemeinsamen europäischen Ansatz überzeugt", schreibt von der Leyen in einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

Weiter sagte sie: "Ja, es dauert vielleicht länger, Entscheidungen zu 27 zu treffen als allein. Aber stellen Sie sich vor, was passiert wäre, wenn am Anfang nur ein oder zwei Mitgliedstaaten Impfstoffe erhalten hätten. (...) Das wäre an die Grundfesten Europas gegangen." Der Vorwurf, ein früherer Vertragsabschluss hätte zu einer schnelleren Lieferung von Impfstoff geführt, führe "in die Irre", erklärte von der Leyen. Der Engpass sei damit zu erklären, dass wichtige Inhaltsstoffe "weltweit knapp sind".

Wenn schon damals allen klar gewesen sei, "welche Risiken mit dem Start einer derartigen Massenproduktion verbunden sind, dann hätten wir früher auf allen Ebenen überhöhte Erwartungen an eine schnelle Impfung gedämpft", schreibt von der Leyen in der FAS. Sie hob zudem hervor, dass die EU den Impfstoffherstellern 2,9 Milliarden Euro bereitgestellt habe, um beim Aufbau von Produktionskapazitäten zu helfen. Dass es in der EU keine Notfallzulassung gegeben habe wie etwa in Großbritannien, bezeichnete die Präsidentin der EU-Kommission in der FAS als "Investition in das Vertrauen" der Bürger. Zu dieser Entscheidung stehe sie. "Unsere Prioritäten waren: Sicherheit und Gründlichkeit."

Von der Leyen nahm zudem die Hersteller in die Pflicht. "Wir fordern Transparenz darüber, wohin außerhalb Europas jetzt Impfstoffe ausgeliefert werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Hersteller gegenwärtig seine Zusagen der Europäischen Union gegenüber nicht einhält." Sie habe nicht die Absicht, Unternehmen einzuschränken, die ihre Vertragszusagen gegenüber der EU einhielten, schrieb von der Leyen in der FAS. "Aber wenn uns ein Unternehmen sagt, dass es der EU zugesagte Dosen nicht liefern kann, dann wollen wir schon genau wissen, was es anderen Parteien liefert."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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