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Internationaler Tag der Menschenrechte: Weltweite Solidarität mit dem bedrohtesten Volk der Welt

Archivmeldung vom 10.12.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.12.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Eine Frau in einem brasilianischen Karnevalskostüm überbrachte die klare Botschaft an Brasilien, 'die Awá zu retten'. Bild: © Survival
Eine Frau in einem brasilianischen Karnevalskostüm überbrachte die klare Botschaft an Brasilien, 'die Awá zu retten'. Bild: © Survival

Anhänger von Survival International forderten Brasilien mit einer weltweiten Protestaktion am Internationalen Tag der Menschenrechte dazu auf, “die Awá zu retten”, das bedrohteste indigene Volk der Welt. Die Proteste waren auch der Startschuss für eine Schablonen-Aktion, mit der die Öffentlichkeit aufgefordert wird, für die Awá kreativ zu werden und ihre Unterstützung sichtbar zu machen.

Eine Frau in einem brasilianischen Karnevalskostüm führte die Proteste vor der Vertretung Brasiliens in London mit einer klaren Botschaft an die Regierung an. Sie wurden unterstützt von Menschen, die die Forderung auf T-Shirts und Schildern bekräftigten und Sticker verteilten, die ebenfalls die Botschaft “Brazil: Save the Awá” trugen.

In Berlin übergaben Unterstützer der Awá einen Brief an die Botschaft und verliehen ihrer Forderung mit T-Shirts Nachdruck, auf denen der Slogan “Brazil: Save the Awá” (Brasilien: Rettet die Awá) angebracht war.

Die Menschenrechtsorganisation Survival International, die ähnliche Aktionen zeitgleich in mehreren europäischen Städten und in den USA koordinierte, ruft Brasilien in dem Schreiben dazu auf, sein Versprechen einzulösen, “dringliche Maßnahmen” zu ergreifen, um illegale Eindringlinge aus dem geschützten Territorium der Awá-Indianer auszuweisen.

Survival warnt auch Brasiliens Regierung: “Wenn die Invasion und Zerstörung jetzt nicht gestoppt werden, glauben wir [Survival], dass die Awá nur geringe Chancen haben zu überleben.”

Auch bei Vertretungen Brasiliens in Madrid, Paris, Mailand, London, Den Haag und San Francisco wurde der Brief übergeben.

In Spanien wurde der Brief in einer Kiste an Botschaftsmitarbeiter überreicht, die die fast 50.000 E-Mails an den Justizminister symbolisieren sollen, die seit dem Start der Awá-Kampagne durch Survival und Oscar-Preisträger Colin Firth verschickt wurden.

Aktivisten in den Niederlanden platzierten “Save the Awá”-Zeichen rund um die bekannten Dam-Platz in der Hauptstadt. In Frankreich machten Aktivisten mit Plakaten und Schildern auf die Awá aufmerksam.

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte heute: “Fast das ganze Jahr über war die internationale Empörung über das Schicksal der Awá unüberhörbar. Doch die illegalen Holzfäller wüten weiter. Die Awá und ihre Unterstützter rufen Brasilien dazu auf, den Internationalen Tag der Menschenrechte als Anlass für echte Taten zu nehmen.”

Mehr Informationen zur Schablonen-Aktion und wie man mitmachen kann »

L esen Sie hier Survivals Brief an die Brasilianische Botschaft (PDF, 390KB)

Quelle: Survival Deutschland

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