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SOS-Kinderdorf in Zentralafrika geplündert und verwüstet

Archivmeldung vom 18.12.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.12.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Präfekturen der Zentralafrikanischen Republik
Präfekturen der Zentralafrikanischen Republik

Foto: Domenico-de-ga
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

In den Wirren des Bürgerkriegs der Zentralafrikanischen Republik ist nun auch das SOS-Kinderdorf in Bossangoa in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine bewaffnete Rebellengruppe drang nach Sonnenuntergang in das Dorf ein und plünderte die Häuser. Die Kinder und Erwachsenen im Dorf wurden bedroht, kamen aber mit dem Schrecken davon.

"Rund 100 mit Gewehren und Macheten bewaffnete Männer hatten zuerst die Wachen unseres Dorfes bedroht und waren dann eingedrungen", erklärte Fernand Kaine, Nothilfe-Koordinator des SOS-Kinderdorfes in Bossangoa am Freitag. "Anschließend plünderten und zerstörten sie die Büros auf dem Gelände. Als eine Einheit der UN-Ordnungstruppen MINUSCA hinzukam, verließen die Täter das SOS-Gelände. Glücklicherweise wurde niemand verletzt."

Als Vorsichtsmaßnahme werden sämtliche Aktivitäten des SOS-Kinderdorfs in Bossangoa bis zum 4. Januar 2016 eingestellt. Gemeinsam mit den lokalen Behörden werden Nothilfemaßnahmen geplant.

Quelle: SOS-Kinderdörfer weltweit/Hermann-Gmeiner-Fonds (ots)

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