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Moskau fordert Kiew zu Rückkehr zur Waffenruhe auf

Archivmeldung vom 01.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Wladimir Putin Bild: www.kremlin.ru
Wladimir Putin Bild: www.kremlin.ru

Moskau hat die ukrainische Regierung dazu aufgefordert, die Waffenruhe in der Ostukraine wieder aufzunehmen. Die ukrainische Armee müsse aufhören, ihre eigenen Städte anzugreifen, teilte das russische Außenministerium am Dienstag mit.

Russlands Präsident Wladimir Putin bedauerte das Ende der Feuerpause. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko sei nun allein verantwortlich für das, was im Osten des Landes geschehe, sagte Putin.

Die Waffenruhe war am Montagabend ausgelaufen, Poroschenko hatte sie nicht verlängert. Am Dienstag wurde daraufhin die "Anti-Terror-Operation" der ukrainischen Armee fortgesetzt. Dabei kamen offenbar erneut mehrere Menschen ums Leben.

Ukraine-Konflikt: Steinmeier startet neue Friedensinitiative

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat im Ukraine-Konflikt eine neue Friedensinitiative gestartet: Er hat der "Süddeutschen Zeitung" zufolge überraschend die Außenminister Russlands, der Ukraine und Frankreichs für Mittwoch nach Berlin eingeladen, um eine Eskalation der schweren Krise zu verhindern. Auf dem kurzfristig anberaumten Treffen soll es vor allem darum gehen, vertrauensbildende Maßnahmen auszuhandeln, mit denen eine neue Waffenruhe in der Ukraine möglich werden könnte. Vorausgegangen seien am Dienstagabend zahlreiche Telefonate mit seinen Amtskollegen Sergej Lawrow, Pavlo Klimkin und Laurent Fabius, in denen Steinmeier die grundsätzliche Bereitschaft aller Seiten zu einer Annäherung ausgelotet habe. Konkret gehe es vor allem darum, wie ein wirklich verlässlicher Grenzschutz organisiert werden könnte, um das Einsickern von Kämpfern und Waffen in die Ukraine zu verhindern. Außerdem soll es um Sicherheitsgarantien für die OSZE-Beobachter und die Freilassung aller noch festgehaltener Geiseln gehen. Steinmeier möchte der SZ zufolge mit dem Treffen den dünnen Gesprächsfaden wieder aufnehmen, den Kanzlerin Angela Merkel am Montag mit den Präsidenten Russlands, der Ukraine und Frankreichs zunächst geknüpft hatte und der am Ende dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko doch nicht ausgereicht hatte, um die Waffenruhe am Montag ein weiteres Mal zu verlängern. Nach Ende der Waffenruhe waren am Dienstag wieder heftige Kämpfe aufgeflammt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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