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Havarie der "Costa Concordia": Taucher finden fünf weitere Tote

Archivmeldung vom 17.01.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.01.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Die auf Grund liegende Costa Concordia. Bild: Rvongher / wikipedia.org
Die auf Grund liegende Costa Concordia. Bild: Rvongher / wikipedia.org

Bei der Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" vor der Küste Italiens haben Taucher am Dienstag fünf weitere Leichen gefunden. Dies berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Die Toten sollen demnach im überfluteten Heckteil des gekenterten Schiffes entdeckt worden sein. Damit steigt die Zahl der Opfer auf elf, 23 Menschen werden noch immer vermisst.

Das Auswärtige Amt geht gegenwärtig von zwölf Deutschen unter den Vermissten aus. Am Dienstag war zudem bekannt geworden, dass es sich bei dem am Montag geborgenen sechsten Todesopfer um einen der vermissten Deutschen handeln soll. Dies meldete der italienische Staatsrundfunk RAI.

Nachdem die Rettungsarbeiten am Montag wegen schlechten Wetters vorübergehend unterbrochen werden mussten, wurde ab Dienstag für den Rest der Woche schönes Wetter mit Sonnenschein und Temperaturen zwischen zehn und 15 Grad erwartet. Unter diesen Bedingungen könnten die Rettungsarbeiten fortgesetzt werden, sofern das Schiff nicht weiter abrutscht, hieß es.

Über die Unglücksursache gab es weiterhin keine gesicherten Informationen. Am wahrscheinlichsten gilt derzeit ein Fehler des Kapitäns, der das Schiff fahrlässig zu nah an die Insel herangesteuert haben soll. Inselbewohner berichteten hingegen, dass oft Kreuzfahrtschiffe sehr nah an der Insel vorbeifahren würden. Unterdessen wurde ein Mitschnitt eines Telefonats zwischen einem Offizier der Küstenwache und dem Kapitän bekannt, in dem der Kapitän aufgefordert wurde, auf das sinkende Kreuzfahrtschiff zurückzukehren. "Sie steigen jetzt über die Feuerleiter auf den Bug und koordinieren die Evakuierung. Sagen Sie uns außerdem, wie viele Passagiere sich noch an Bord befinden", soll der Offizier befohlen haben.

Die "Costa Concordia" war am Freitagabend mit mehr als 4.000 Menschen an Bord, darunter 566 Deutschen, nahe Giglio auf einen Felsen aufgelaufen und zur Seite gekippt.

"Traumschiff"-Serie von Kreuzfahrt-Unglück unberührt

Das Unglück des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" vor der toskanischen Küste soll keine Folgen für die ZDF-Serie "Das Traumschiff" haben. "Unterhaltung ist etwas anderes als die Realität", sagte der Erfinder und Produzent der Serie, Wolfgang Rademann, der "Rheinischen Post". Er selbst habe noch nie auf einem Schiff ein mulmiges Gefühl gehabt, wohl aber "beim Fahren mit dem Auto zum Hafen". Dass nun in Anlehnung an den Serientitel oft vom "Alptraumschiff" die Rede ist, stört Rademann wenig. "Das bin ich bei jedem Schiffsunglück seit 30 Jahren gewohnt", sagte er. Derzeit ist Rademann bei Drehaufnahmen für eine "Traumschiff"-Folge im kommenden Jahr in Singapur.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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