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Russland soll „Ritter“ für Arktis-Einsätze bekommen

Archivmeldung vom 01.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: RIA Novosti
Bild: RIA Novosti

Russland bastelt ein einem neuen Schützenpanzer eigens für Einsätze in Polargebieten. Medienberichten zufolge sind viele technische Lösungen dabei grundsätzlich neu. Geplant sind auch weitere Maßnahmen zum Ausbau der Arktis-Präsenz. Das berichtet Radio "Stimme Russlands" online.

Bei Radio "Stimme Russlands" heißt es weiter: "Der in Entwicklung befindliche Schützenpanzer heißt „Ryzar“ („Ritter“). Für die Produktion ist der in der Ural-Stadt Kurgan ansässige Hersteller Kurganmashzavod zuständig.

Anstatt ein Diesel- soll das Fahrzeug ein Gasturbinentriebwerk bekommen. Dieses springt bei Kälte besser an, ist kleiner und sicherer. Neben Russland verfügen nur die USA über Kampffahrzeuge mit Gasturbinentriebwerken.

Die neue russische Entwicklung soll einen elektromechanischen Antrieb haben. Der Rumpf besteht aus zwei Teilen, verbunden durch ein Gelenk. Dies zielt darauf ab, mehr Waffen, Soldaten und Triebstoff-Vorräte mitführen zu können.

Parallel wird an einem einfacheren Fahrzeug gebastelt, dem „Kurganez-25“. Wozu eigentlich? Der kompliziertere „Ryzar“ kann erst im kommenden Jahrzehnt in Serie gehen. Dessen Finanzierung erfolgt im Rahmen des geplanten Ausbaus der russischen Arktis-Präsenz.

Für diese Zwecke sind auch weitere (darunter aufwendigere) Maßnahmen geplant. So verzichtet das russische Verteidigungsministerium auf die Idee, den Flugplatz Tiksi hinter dem Polarkreis außer Betrieb zu nehmen. Bis zum Jahr 2015 soll der Flugplatz sogar modernisiert werden.

Im Jahr 2013 soll eine Staffel schwerer Abfangjäger des Typs MiG-31 auf der Inselgruppe Nowaja Semlja stationiert werden. In der Arktis ist eine Kampftruppe geplant, um Russlands Interessen dort zu sichern. Neue (darunter atomgetriebene) Eisbrecher werden gebaut, Grenzschutz-Einheiten aufgestockt.

Der internationale Streit um die arktischen Ressourcen spitzt sich zu. Russland beansprucht einen wesentlichen Teil des Festlandsockels und besteht darauf, dass die arktischen Staaten einen vorrangigen Zugriff auf die Rohstoffe der Region bekommen müssten. Aber auch Länder außerhalb der Region wie China fordern einen Zugang zur Arktis.

Dass Russland groß angelegte technische Projekte umsetzt, um seine arktischen Grenzen zu schützen, ist ein Beleg dafür, dass die Regierung in Moskau im Streit um die Arktis nicht nachgeben will."

Quelle: Text Wasilij Kaschin - „Stimme Russlands"

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