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„Zu weit vom Stadtleben“ – Flüchtlinge in Schweden lehnen Gratis-Häuser ab

Archivmeldung vom 26.10.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.10.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Stephanie  Hofschlaeger / pixelio.de
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

In Schweden weigern sich Flüchtlinge erneut, von Behörden zur Verfügung gestellte Häuser zu beziehen: Der Grund: Die kostenlosen Wohnflächen liegen zu weit vom Stadtleben entfernt. Das berichtet die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik".

Weiter heißt es dort auf der Webseite: "Am Sonntag hat die Migrationsbehörde 35 Flüchtlinge mit einem Bus in die Ortschaft Lima gebracht. Dort standen für sie Sommerhäuser eines Ferienheims bereit. Doch die Flüchtlinge weigerten sich, aus dem Bus auszusteigen, schreibt die Zeitung „Dalarnas Tidningar“. Die angebotene Unterkunft liegt 40 km von der nächsten Stadt Malung entfernt und die Flüchtlinge fühlten sich vom Stadtleben isoliert.

Genau mit derselben Begründung hatten im Januar rund 40 Flüchtlinge es abgelehnt, in ein von den Behörden bereit gestelltes Lager einzuziehen, das in einem Waldstück nahe Östersund (Zentralschweden) lag.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres sind nach Angaben der EU-Grenzschutzbehörde Frontex mehr als 710.000 Flüchtlinge in die Europäische Union gekommen. Allein in Deutschland wird in diesem Jahr mit bis zu 1,5 Millionen Migranten gerechnet. Die EU-Kommission spricht von der schlimmsten Migrationskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.

In Schweden, in dem knapp zehn Millionen Menschen leben, sind bislang 105.000 Flüchtlinge angekommen. Bis Ende 2016 rechnen die Behörden des Königreichs mit insgesamt 360.000 Migranten."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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