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Internationale Experten bemühen sich um wirtschaftliche Mittel, um das Abkommen von Dayton zu bewahren

Archivmeldung vom 25.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Geldberg
Geldberg

Bild: Eigenes Werk /OTT

Politiker aus Deutschland, Italien, Belgien, der Slowakei und vom Europäischen Parlament kamen diese Woche im Skigebiet Jahorina der Serbischen Republik zusammen, um Wege zu erkunden, wie man die "Republika Srpska" (Republik Serbien) weiterentwickeln und die Bestimmungen des Abkommens von Dayton von 1995, das dem Territorium internationale Anerkennung einbrachte, verteidigen könne.

Der Runde Tisch, der vom Milton-Friedman-Institut aus Italien organisiert wurde, brachte im Rahmen eines zweitägigen Wirtschaftsforums, das im Auftrag des bosnischen Präsidiums organisiert wurde, eine vielfältige Gruppe europäischer Politiker zusammen, um "neue politische und mediale Möglichkeiten mit dem Ziel zu erkunden, das Abkommen von Dayton zu erhalten".

"Dieses Land hat das Potenzial, die Schweiz des Balkans sein", kommentierte Frank Creyelman, Ehrensenator im Parlament von Flandern, Belgien. "Aber was man nicht kennt, kann man nicht lieben. In den sozialen Medien müssen größere Anstrengungen unternommen werden." Herr Creyelman sagte, dass er als Mitglied der flämischen Gemeinschaft Belgiens versteht, "wie schwierig es ist, in einer oberflächlichen Konstruktion mit verschiedenen Kulturen zu leben". Doch er zollte der Regierung von Ministerpräsident Radovan Viskovic Anerkennung für ihre Bemühungen, die Republika Srpska für Investoren attraktiv zu machen.

Der deutsche Stellvertreter Waldemar Herdt sagte: "Ich denke daran, im Bundestag eine Plattform für eine Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Serbischen Republik zu etablieren, um gemeinsam an einer besseren Beziehung in wirtschaftlichen und politischen Fragen zu arbeiten."

Die italienische Europaabgeordnete Giullia Moi sagte, sie sei nach Bosnien gekommen, um an einer Reihe hochrangiger Treffen mit Milorad Dodik, dem Vorsitzenden und serbischen Mitglied der dreigliedrigen Präsidentschaft Bosniens, zum Thema der wirtschaftlichen Entwicklung teilzunehmen. "Ich habe auch erklärt, dass die neuen Medien und neuen Technologien von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung dieses Landes sein könnten, das jahrelang von Kriegen und Konflikten heimgesucht wurde und sich nun zu einem dauerhaften Frieden und zu wirtschaftlicher Entwicklung hin entwickelt."

Giacomo Bezzi, Mitglied des Parlaments der autonomen Region Trentino-Südtirol, Italien, sagte: "Das Autonomiemodell von Trentino-Südtirol ist ein erfolgreiches Vorbild für die Republika Srpska."

Alessandro Musolino, Exekutivdirektor für Außenpolitik am Milton-Friedman-Institut in Rom und Organisator der Veranstaltung, erklärte: "Die Republika Srpska unter der Leitung von Präsident Dodik ist selbst ein Paradebeispiel." Er empfahl eine Partnerschaft mit Trentino-Südtirol, um das Gebiet zu fördern und Investitionen anzuziehen, und fügte hinzu: "Es ist wichtig, dass es keine Einmischungen von außen in innere Angelegenheiten gibt."

Quelle: Milton Friedman Institute (ots)

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