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Ebola-Patient in Leipziger Spezialklinik aufgenommen

Archivmeldung vom 09.10.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.10.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Eingangsportal des Klinikums St. Georg Leipzig
Eingangsportal des Klinikums St. Georg Leipzig

Foto: Ralf Lotys (Sicherlich)
Lizenz: CC-BY-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das Leipziger Klinikum St. Georg hat am Donnerstagmorgen einen an Ebola erkrankten Patienten aus Liberia aufgenommen. Der Erkrankte arbeitete in Westafrika für die Vereinten Nationen, teilte das Klinikum mit. "Der Mann wird auf der Sonderisolierstation der Klinik für Infektiologie, Tropenmedizin und Nephrologie unter strengen Sicherheitsvorkehrungen behandelt", erklärte Iris Minde, Geschäftsführerin des Klinikums St. Georg. "Für andere Patienten, Angehörige, Besucher und die Öffentlichkeit besteht keine Ansteckungsgefahr. Es werden maximale Hygienemaßnahmen nach modernsten Standards durchgeführt."

Die Sonderisolierstation bestehe aus speziellen Unterdruckzimmern, die luftdicht abgeschottet und nur über mehrere Schleusen erreichbar sind. Zusätzlich haben die Türen Magnetverriegelungen und lassen sich nicht gleichzeitig öffnen. "Weder Luft noch Abwasser gelangen ungefiltert nach außen und alle Arbeitsmaterialien werden nach Gebrauch vollständig dekontaminiert", heißt es in einer Erklärung. Die Ärzte und Pflegekräfte seien bestens vorbereitet. Das Arbeiten in der Sonderisolierstation mit dem Schleusensystem werde regelmäßig trainiert und kontinuierlich fänden Hygieneschulungen statt, um Patienten mit hochansteckenden Krankheiten unter Quarantäne optimal versorgen zu können, erklärte Thomas Grünewald, Oberarzt der Klinik für Infektiologie am Klinikum.

Der Ebola-Patient werde rund um die Uhr jeweils von einem Arzt und einer Pflegekraft in Schutzanzug betreut. Derzeit gebe es kein zugelassenes Medikament gegen das Virus, heißt es weiter. "Dem Behandlungszentrum stehen allerdings experimentelle, d.h. noch nicht zugelassene Medikamente zur Verfügung, die in ersten Untersuchungen eine Wirksamkeit gegen das Ebola-Virus zeigen", so Bernhard Ruf, Leiter der Klinik für Infektiologie. "Diese sind zwar noch nicht zugelassen, ihr Einsatz ist in dieser speziellen Situation aber ärztlich und ethisch gerechtfertigt."

Die Aufnahme des Patienten erfolge in enger Abstimmung mit den regionalen Behörden, dem Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes und weiteren Bundesbehörden. Es handelt sich um den dritten an Ebola erkrankten Patienten, der in den vergangenen Wochen zur Behandlung nach Deutschland gebracht wurde.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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