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Griechenland will Häfen lieber an Deutsche als an China verkaufen

Archivmeldung vom 16.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Griechenland  erlebt einen Ausverkauf seines Volksvermögens (Symbolbild)
Griechenland erlebt einen Ausverkauf seines Volksvermögens (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Für die anstehenden Privatisierungen von Häfen und Unternehmen in Griechenland will Wirtschaftsminister Adonis Georgiadis deutsche und europäische Firmen gewinnen. Wenn in Europa manche nicht glücklich damit seien, dass der Betrieb des Hafens Piräus an die chinesische Gesellschaft Cosco verkauft wurde, "dann fordere ich diese Leute jetzt auf: Kommen Sie!", sagte Georgiadis dem "Handelsblatt".

Es müsse aber auch klar sein: Die konservative griechische Regierung werde die Häfen auch dann privatisieren, wenn es keine Investoren aus westlichen Ländern geben sollte. Georgiadis sprach sich mit Blick über die Sicherheitsdebatte um den chinesischen Telekommunikationsausrüster Huawei dafür aus, für den Aufbau der neuen 5G-Mobilfunknetze EU-weite Regeln festzulegen. "Das wäre aus unserer Sicht viel besser, als wenn jedes EU-Land für sich alleine entscheide t", sagte er. Griechenland lade Investoren aus aller Welt ein.

"Aber wir sind ein EU-Land, wir gehören zum Westen. Und genau da wollen wir auch bleiben", betonte er. Diese Aussage richte sich nicht gegen China. "Wir sind Freunde, aber wir sind EU-Mitglied und NATO-Mitglied", so Georgiadis. Neben den Privatisierungen will die griechische Regierung auch Investoren für den Umbau des Energiesektors hin zu Erneuerbaren Energien finden und für die Modernisierung der Abfallwirtschaft. Griechenland habe die Krise hinter sich gelassen, sagte der Minister.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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