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Afghanistan: Bundesregierung gibt für Militäreinsatz dreimal mehr aus als für Wiederaufbau

Archivmeldung vom 21.10.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.10.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Bundesregierung hat für den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan in den vergangenen beiden Jahren gut eine Milliarde Euro ausgegeben - mehr als dreimal so viel wie für zivilen Wiederaufbau und Entwicklung in dem Land.

Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Donnerstag-Ausgabe). Die Ausgaben für den Militäreinsatz betrugen 2007  515 Millionen Euro und 536 Millionen Euro 2008. Im selben Zeitraum wurden 125 Millionen und 210 Millionen Euro für den Wiederaufbau gezahlt. Das geht aus einer Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine parlamentarische Anfrage des Bundestagsabgeordneten Roland Claus (Linke) hervor. "Der vermeintliche Einsatz für den Frieden der Bundeswehr scheint vor allem ein Einsatz für die deutsche Rüstungswirtschaft zu sein", sagte Claus der Zeitung. "Dabei wäre es viel besser, wenn statt der militärischen Intervention der zivile Wiederaufbau gestärkt würde. Aber unter Schwarz-Gelb bleibt zu befürchten, dass noch mehr Steuergelder in Kriegseinsätze gepumpt werden, anstatt demokratische Wahlen zu unterstützen", so Claus weiter.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

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