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Evangelischer Menschenrechtler: Papst erwägt Solidaritätsreise in den Nahen Osten

Archivmeldung vom 31.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Papst Franziskus (2013)
Papst Franziskus (2013)

Foto: Presidência da Republica/Roberto Stuckert Filho
Lizenz: CC-BY-3.0-br
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Papst Franziskus erwägt offenbar einen Solidaritätsbesuch in der Nahost-Krisenregion. "Der Gedanke scheint ihn tatsächlich zu beschäftigen", sagte der Menschenrechtsbotschafter der Weltweiten Evangelischen Allianz, Thomas Schirrmacher, dem "Kölner Stadt-Anzeiger" nach einem Gespräch mit Franziskus, das Mitte Juli stattfand.

"Wir haben als Vertreter des Ökumenischen Rats der Kirchen und der Weltweiten Evangelischen Allianz vorgeschlagen, eine hochrangig besetzte ökumenische Delegation in mehrere Länder der Nahost-Krisenregion zu senden. Der Papst hat sehr zustimmend reagiert. Er will diese Idee nach eigenen Worten wohlwollend prüfen." Schirrmacher verwies darauf, dass der "Außenminister" des Vatikans, Erzbischof Dominique Mamberti, am Mittwoch eine diplomatische Initiative des Staatssekretariats ankündigte, um die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft auf die Lage der Christen im Irak zu lenken. Zu einer möglichen Reise in die Region sagte der Papst nach Schirrmachers Worten, er müsse zuvor sicher sein, dass ein solcher Besuch von allen christlichen Kirchen in der Region gewünscht und nicht als Akt katholischer Dominanz oder Geltungssucht verstanden wird. "Daran sieht man: Der Einsatz für die Verfolgten ist schon unter uns Christen selbst ein mühsames Geschäft", so Schirrmacher. Der Papst agiere aber "sehr geschickt im Bemühen, die Eifersüchteleien zwischen den Konfessionen nicht zu befeuern". Bei seinem Besuch in Israel und dem Libanon zum Beispiel habe er immer den orthodoxen Ökumenischen Patriarchen an seiner Seite gehabt, so Schirrmacher. Mit Blick auf die aktuelle Verfolgung im Irak fügte der Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit mit Sitz in Bonn, Kapstadt und Colombo hinzu: "Es leiden nicht allein die Christen, sondern auch andere religiöse Minderheiten, ja alle, die nicht hundertprozentig auf der Linie der IS-Fanatiker liegen." Der binnenkirchliche Blick sei bisweilen noch zu sehr auf die eigenen Leute gerichtet. "Bildlich würde ich sagen: Dreckig geht es allen. Aber den Christen - das muss man schon hinzufügen - geht es doppelt dreckig."

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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