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Bombenanschlag in Beirut: Polizei-Geheimdienstchef unter Opfern

Archivmeldung vom 20.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Flagge der libanesischen Republik
Flagge der libanesischen Republik

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bei dem Autobombenanschlag in der libanesischen Hauptstadt Beirut, bei dem am Freitag mindestens acht Menschen getötet und 78 weitere verletzt wurden, ist der Chef des Polizei-Geheimdienstes, Wissam al-Hassan, getötet worden. Hassan galt als Vertrauter des libanesischen Oppositionsführers Saad Hariri, der der syrischen Führung um Präsident Baschar al-Assad feindlich gegenübersteht, wie örtliche Medien am Freitagabend (deutscher Zeit) berichten.

Ende des Jahres sollte der bei dem Autobombenanschlag getötete Hassan den Berichten zufolge libanesischer Polizeichef werden. Oppositionelle im Libanon machten unterdessen Syrien für den Anschlag verantwortlich, während Damaskus jede Verantwortung von sich wies. Wenige Minuten nach dem Anschlag in dem Nachbarland Syriens hatte der syrische Informationsminister den Anschlag als "feigen Akt des Terrorismus" verurteilt.

Die Autobombe, die acht Menschen in den Tod riss, war im östlichen Stadtteil Beiruts detoniert, die hauptsächlich von Christen bewohnt wird. Bislang ist jedoch noch nicht klar, wer für den Anschlag verantwortlich ist, ein Bekennerschreiben liegt noch nicht vor. Es war der erste Bombenanschlag in der libanesischen Hauptstadt seit Januar 2008.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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