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Iran schlägt Kontaktgruppe zur Lösung der Syrien-Krise vor

Archivmeldung vom 10.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Flagge der Arabischen Republik Syrien
Flagge der Arabischen Republik Syrien

Der Iran hat zur Lösung der Syrien-Krise vorgeschlagen, eine Kontaktgruppe zu bilden. Wie der iranische Außenminister Ali-Akbar Salehi am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Teheran erklärte, sollen zu der Kontaktgruppe "Vertreter neutraler Staaten gehören, die eine Methode zur Beilegung des Konflikts finden und die rivalisierenden Seiten zu einem Dialog bewegen".

Beobachter zeigten sich unterdessen enttäuscht von der Syrien-Konferenz in Teheran, da auch diese keinen Durchbruch gebracht hatte: Die 30 teilnehmenden Staaten hatten sich zum Abschluss der Konferenz für ein Ende der Gewalt in Syrien und für eine nationale Lösung ohne ausländische Einmischung ausgesprochen, konkrete Ergebnisse gab es jedoch nicht.

Seit dem März 2011 kommt es in Syrien zu Massenprotesten gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten starben bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Opposition und den Sicherheitskräften bislang knapp 20.000 Menschen.

Assads Protokollchef soll sich Rebellen angeschlossen haben

Der Protokollchef des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad soll zu den Rebellen übergelaufen sein. Das berichtet der TV-Sender al-Arabija. Moheddin Muslimani soll sich aber noch immer in Syrien befinden. Ein Kommandeur der Rebellenarmee gab an, dass er Muslimani bei der Flucht aus der Hauptstadt Damaskus geholfen habe. Demnächst wolle er seine Abkehr vom Regime in einer Videobotschaft offiziell bekannt geben. Assad wurde in den letzten Tagen von mehreren seiner Gefolgsleute verlassen. Anfang der Woche setzte sich der Ministerpräsident Riad Hidschab ins Ausland ab. Auch der Vizeölminister, ein Beamter des Verteidigungsministeriums und mehrere Militärmitglieder hatten sich zuletzt den Rebellen angeschlossen oder waren aus dem Land geflohen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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