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Essener Salafist Silvio K. ist das Sprachrohr der Terrorgruppe Isis

Archivmeldung vom 21.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Variante der ISIS-Flagge mit dem ersten Teil der Schahāda (oben) und dem Siegel Mohammeds (unten)
Variante der ISIS-Flagge mit dem ersten Teil der Schahāda (oben) und dem Siegel Mohammeds (unten)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Aus der Essener Islamisten-Szene auf die Weltbühne des Terrors: Silvio K. ist nach Recherchen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) das deutsche Gesicht der Terrorgruppe Isis. Der 27-jährige Salafist ruft westliche Muslime zum bewaffneten Kampf für ein Großkalifat in Syrien und im Irak auf.

Die Propaganda von Isis-Mann K. Silvio läuft über Twitter und im Internet. Die Botschaften finden zehntausendfache Resonanz. Sicherheitskreise sind besorgt, Ermittler warnen: K. sei der Typ des Dschihadisten, dessen mögliche Heimkehr Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) "eine konkrete tödliche Gefahr" nennt.

"Mujatweets" heißt ein neues Format von Terror-Durchsagen aus dem Isis-Kampfgebiet. Aufwändige Technik liefert Hetze in HD-Qualität: gestochen scharfe Bilder, messerscharfe Parolen. "Frohe Botschaft: die Rückkehr der Scharia", verkündet Silvio K. in einem Video. Dann fordert er neue Gotteskrieger an, die sich für den selbsternannten Kalifen in die Schlacht werfen sollen: "Unterstütze al-Baghdadi und all seine Soldaten".

Das Video mit dem deutschen Isis-Rekrutierer läuft auf diversen Dschihadisten-Kanälen. Es wurde binnen weniger Wochen an die 20000 Mal aufgerufen.

Damit erreiche K. "das ganze Umfeld der Dschihadisten in Deutschland", sagte Terrorexperte Guido Steinberg der WAZ. "5000 bis 10000 Salafisten sind sein Auditorium. Der ist jetzt ein Star." Im Ruhrgebiet sieht Steinberg "ein Riesen-Rekrutierungspotenzial". Von rund 320 Islamisten, die laut Verfassungsschutz aus Deutschland nach Syrien in den Krieg zogen, kamen 120 aus NRW. Aus Berlin waren es rund 50.

Nach Recherchen der WAZ lief die Terror-Karriere des gebürtigen Sachsen vor den Augen der Polizei ab. Sie begann in Essen. K. zählte zu den ersten Anhängern des 2012 verbotenen Salafisten-Vereins Millatu Ibrahim. Durch seine Nähe zum Frankfurter Flughafen-Attentäter Arid Uka, der wegen Doppelmordes lebenslang in Haft sitzt, fiel er auf. Als Silvio K. Angela Merkel bedrohte, eine Todeshymne ins Netz stellte und sich von seiner Stamm-Moschee lossagte, befürchteten Ermittler einen bevorstehenden Anschlag. Doch die Warnung, dass K. "extrem gefahrenträchtig" sei, prallte beim LKA ab.

K. gilt als enger Freund des Berliner Dschihadisten Denis Cuspert. Beide setzten sich aus Deutschland ab, beide schworen den Treueeid auf Isis-Chef Abu Bakr al-Baghdadi, beide werden mit internationalem Haftbefehl gesucht. Cuspert war Wortführer der deutschen Salafisten. Doch er erwies sich als naiv. Nach WAZ-Informationen schob der Dschihadist nachts Wache auf einem Dach in Syrien. Als er ein Flugzeug hörte, schoss er wahllos in die Luft. Der Pilot sah Mündungsfeuer und schoss zurück - mit Raketen. Das Gebäude stürzte ein. Cuspert wurde schwer verletzt.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (ots)

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