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Moskau: Glauben an US-Demokratie schwindet, weil US-Bürger das Vertrauen in ihre Eliten verlieren

Archivmeldung vom 19.10.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.10.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Maria Sacharowa (2021) Bild: Sputnik / Pressedienst des russischen Außenministeriums
Maria Sacharowa (2021) Bild: Sputnik / Pressedienst des russischen Außenministeriums

Die wachsende Desillusionierung in der US-Demokratie kann nicht auf russische Einflussnahme geschoben werden, meint die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums. Washington müsse sich dem mangelnden Vertrauen der eigenen Bürger in die Politiker stellen. Dies berichtet das Magazin "RT DE".

Weiter berichtet RT DE: "In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa, dass "die Bedrohung der US-amerikanischen Demokratie nicht von autoritären Regimen ausgeht, wie es manchmal in Mode ist zu behaupten, sondern vom Misstrauen der eigenen Bürger". Es herrsche zunehmend der Eindruck, "dass alles, was die politische Elite und die globalen Informationsmonopole in den USA sagen, eine Lüge ist".

Die Diplomatin verwies auf eine Umfrage, die letzte Woche von der Universität Chicago und dem NORC Center for Public Affairs Research der Associated Press veröffentlicht wurde und das Ausmaß des Misstrauens verdeutlicht. Die Umfrage ergab, dass "fast alle" US-Amerikaner die Verbreitung von Fehlinformationen für problematisch halten. Die große Mehrheit ist der Meinung, dass es sich dabei um ein hausgemachtes Problem handelt.

In der Umfrage unter mehr als 1.000 US-Bürgern gaben 77 Prozent an, dass die sozialen Medien die Verbreitung von Fehlinformationen fördern, während 72 Prozent die Politiker dafür verantwortlich machten. Im Gegensatz dazu glaubt etwas mehr als die Hälfte, dass Russland und China für die Desinformation verantwortlich seien. Sheila Kohanteb vom NORC-Forschungsteam stellte fest:

"Die US-Amerikaner geben eher US-Politikern, Social-Media-Unternehmen und Social-Media-Nutzern die Schuld an der Verbreitung von Fehlinformationen als ausländischen Regierungen."

"Die Ergebnisse zeigen, dass die Öffentlichkeit die Verbreitung von Fehlinformationen für ein Problem hält, das die US-Regierung, Unternehmen und Einzelpersonen angehen müssen."

Laut Sacharowa zeigt dies, dass der anhaltende Fokus des Westens auf "russische Trollfabriken, RT-'Propaganda' und chinesische Cyberkräfte" fehl am Platz ist. Sie fügte hinzu:

"Dies ruiniert die gesamte konzeptionelle Grundlage, auf der die westliche Russophobie aufgebaut ist."

"Es ist sogar riskant, Behauptungen über Kreml-Hacker aufzustellen, denn wenn etwas gehackt wurde, dann ist es die Moral des US-amerikanischen Establishments."

Angebliche russische Desinformation wurde im Westen für alles Mögliche verantwortlich gemacht – vom Wahlsieg des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump im Jahr 2016 bis hin zur großen Skepsis gegenüber COVID-19-Impfstoffen in der Bevölkerung.

Facebook-Whistleblowerin Sophie Zhang behauptete Anfang des Jahres, dass sich die Aufmerksamkeit der Medien unverhältnismäßig stark auf angebliche russische Informationskriegspläne konzentriere, anstatt auf die Verbreitung von Fake News im Inland. Die Existenz der Anti-Impf-Bewegung auf Russland zu schieben, würde Präsident Wladimir Putin "zu viel Ehre einbringen [...] die Fehlinformationen kommen aus dem eigenen Haus"."

Quelle: RT DE

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