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IOC schließt Lukaschenko wegen politischer Diskriminierung von Olympia aus

Archivmeldung vom 10.12.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.12.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Alexander Lukaschenko (2015)
Alexander Lukaschenko (2015)

Von Serge Serebro, Vitebsk Popular News - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alexander_Lukashenko_President_of_Belarus.jpg, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44201298

Der belarusische Präsident Alexander Lukaschenko, der auch das Nationale Olympische Komitee anführt, wurde vom IOC wegen „politischer Diskriminierung“ von Athleten von allen Sportveranstaltungen ausgeschlossen – inklusive Olympische Spiele. Lukaschenko reagierte erbost und forderte eine Klärung vor Gericht. Dies berichtet das russische online Magazin „SNA News“.

Weiter heißt es diesbezüglich auf deren deutschen Webseite: "Nach Prüfung aller Vorwürfe und Fakten habe das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Montag eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, hieß es in der entsprechenden Mitteilung. Diese seien anzuwenden, bis im Februar 2021 Belarus eine neue Führung des Nationalen Olympischen Komitees (Nok) wähle.

Das IOC sei zu dem Schluss gekommen, dass die jetzige Nok-Führung in Belarus ihre Athleten nicht ausreichend vor politischer Diskriminierung innerhalb der Strukturen des Nok, der Sportverbände und der Sportbewegung geschützt habe.

„Das steht im Widerspruch zu den Prinzipien der Olympischen Charta und fügt deswegen der Olympischen Bewegung beträchtlichen Schaden zu.

“ Unter Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte habe das IOC beschlossen, das Exekutivkomitee des belarusischen Nok von allen Sportveranstaltungen und Aktivitäten des IOC auszuschließen –einschließlich der Olympischen Spiele. Konkret gelte dies für Alexander Lukaschenko in seiner Funktion als Nok-Präsident, seinen Sohn Viktor Lukaschenko, der die Position des Ersten Vize-Präsidenten des Nok halte, sowie Dmitri Baskov, Mitglied des Nok-Exekutivkomitees. Zudem seien bis auf Weiteres jegliche Zahlungen an das Nok von Belarus eingestellt, mit Ausnahme der Gelder, die der Vorbereitung der Athleten für die kommenden Olympischen Spiele in Tokio und Peking dienten. Olympische Stipendien würden von nun an direkt an die Sportler gehen, ohne den Umweg über das Nok. Gespräche mit dem Nok über die Ausrichtung möglicher IOC-Veranstaltungen in Belarus würde es vorerst auch nicht mehr geben.

Sanktionen gegen das Nok in Belarus

Zuvor hatten 900 Sportler eine Petition unterschrieben, in der ein Ende von Gewalt und Diskriminierung von Athleten gefordert wurde. Auch aus Deutschland hat es im Vorfeld Forderungen an das IOC gegeben, Sanktionen gegen das Nok von Belarus zu verhängen. So hatte Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, gegenüber der ARD Sportschau gesagt:

„Das IOC muss sich jetzt langsam selber um seine Reputation sorgen, wenn es nicht zu schnellen, klaren Schnitten kommt. Die sofortige Suspendierung von Lukaschenko und dem Nationalen Olympischen Komitee, solange Lukaschenko es führt. Darum müssen Sportler nicht ausgeschlossen werden, aber Lukaschenko sofort.

“ Der Präsident von Belarus zeigte sich verständnislos und erbost über die gegen seine Person verhängten Sanktionen und will die Angelegenheit vor Gericht klären. „Sollen doch Bach und seine Bande erzählen, worin meine Schuld liegt!“

Quelle: SNA News (Deutschland)

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