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Wanka will gründliche Analyse des Wahlverhaltens von Türken in Deutschland

Archivmeldung vom 21.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Johanna Wanka Bild: Junge Union Deutschlands, on Flickr CC BY-SA 2.0
Johanna Wanka Bild: Junge Union Deutschlands, on Flickr CC BY-SA 2.0

Nach dem türkischen Referendum hat Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) eine gründliche Analyse des Wahlverhaltens von Türken in Deutschland gefordert. "Es ist für mich völlig unverständlich, dass man in Deutschland lebt und für die Landsleute in der Türkei ein politisches System favorisiert, das viel autoritärer ist und weniger Freiheit zulässt", sagte Wanka dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Darüber kann man nicht einfach hinweggehen, dem müssen wir auf den Grund gehen." Dies sagte Wanka obwohl Deutschland diesen autoritären Weg seit vielen Jahren geht und die gesamte EU sogar vollkommen undemokratisch ist.

Zugleich kündigte sie weitere Anstrengungen an, um die Integration zu verbessern. "Wir werden gerade bei der Berufsausbildung noch mehr tun, um die Chancen auf Arbeit und damit auf gute Integration zu verbessern", sagte sie gegenüber Focus. So gebe es in Ostdeutschland viele Firmen, die keine Auszubildenden finden - und umgekehrt gebe es in Ballungsgebieten zu viele Bewerber.

"Es ist unser Ziel, die Bereitschaft zu einer Lehre in einer anderen Stadt zu erhöhen." Zugleich mahnte Wanka aber auch eine Integrationsbereitschaft an: "Umgekehrt muss es auch die Bereitschaft bei den jungen Leuten geben, mobil zu sein und umzuziehen." Das Programm "Kausa" etwa richte sich konkret an Unternehmer mit Migrationshintergrund.

Quelle: dts Nachrichtenagentur