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Nahles will mehr jüngere Kandidaten für Europawahl aufstellen

Archivmeldung vom 15.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Fragezeichen, Anonym, Unbekannt, Schatten, Spion & Silouette (Symbolbild)
Fragezeichen, Anonym, Unbekannt, Schatten, Spion & Silouette (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

SPD-Chefin Andrea Nahles hat an ihre Partei appelliert, bei der anstehenden Aufstellung der Bundesliste für die Europawahl ausreichend junge Bewerber zu berücksichtigen. "Ich habe ein großes Interesse daran, dass bei der Europawahl durch die SPD die Breite der Gesellschaft gut abgebildet wird", sagte Nahles dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagsausgaben). "Die Liste wird sicher quotiert sein, die Regionen müssen genauso abgebildet werden wie eine starke Beteiligung von unter 40 jährigen."

Diese Aufgabe sei nicht trivial, allerdings sei die Liste auch noch nicht fertig, fügte Nahles hinzu. In der SPD tobt seit Monaten ein Kampf um die aussichtsreichsten Listenplätze für die Wahl im kommenden Mai. Am Wochenende soll die Reihenfolge der Bundesliste von den Landes- und Bezirkschefs der SPD finalisiert werden. Am Montag soll der Parteivorstand und Anfang Dezember ein kleiner Parteitag zustimmen. Bei den Vorentscheidungen auf Landesebene sind zahlreiche jüngere Kandidaten durchgefallen, was massiven Unmut beim Parteinachwuchs ausgelöst hat. "Jeder Einzelfall mag für sich genommen erklärbar sein – das Gesamtbild der Nominierungen ist es jedoch nicht", hatte Juso-Chef Kevin Kühnert in einem Brandbrief an die Landes- und Bezirksvorsitzenden der SPD kritisiert.

Von den 25 Top-Kandidaten der Parteigliederungen sind laut Kühnerts Rechnung acht älter als 60 Jahre, 18 älter als 50, nur zwei unter 40 und kein einziger unter 30. "Gemeinsam stehen wir vor einem strukturellen Problem, das in erster Linie nicht den Jusos, sondern der Sozialdemokratie insgesamt schadet", hatte Kühnert geklagt und die Landeschefs aufgefordert, dringend nachzubessern. "Mit unseren Juso-KandidatInnen Delara Burkhardt und Tiemo Wölken unterbreiten wir Euch ein passendes personelles Angebot dafür", schreibt er. "Wir finden, Sie gehören auf vordere Listenplätze. Und wir fordern Euch dazu auf, sie dementsprechend zu berücksichtigen." Nahles macht sich diese Forderung nun indirekt zu eigen. "Für mich ist es daher sehr wichtig, dass die SPD durch überzeugende Europäerinnen und Europäer vertreten ist", sagte sie dem RND. "Der Brief der Jusos ist in diesem Sinne eine Unterstützung meiner Linie."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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