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Hongkonger Protestanführer will Unterstützung von Merkel

Archivmeldung vom 03.09.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.09.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Joshua Wong (2017)
Joshua Wong (2017)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Anführer der Proteste in Hongkong, Joshua Wong, hat an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appelliert, den Demonstranten beizustehen. "Wir wünschen uns, dass Sie den Mut und die Entschlossenheit gegen autoritäre Unrechtsregime zeigen, der Deutschland und Europa vor dem Ende des Kalten Krieges inspiriert hat und den Europa heute zeigt", schreibt Wong in einem offenen Brief an Merkel, über den die "Bild-Zeitung" berichtet.

Deutschland solle zudem "auf der Hut" sein, mit China Geschäfte zu machen, da "China das internationale Völkerrecht nicht einhält und wiederholt seine Versprechen" gebrochen habe. "Deshalb plädieren wir an Sie, Frau Bundeskanzlerin Merkel: Bitte helfen Sie uns", schreibt der Hongkonger Protestanführer weiter.

"Frau Bundeskanzlerin Merkel, Sie sind in der DDR aufgewachsen. Sie haben Erfahrungen aus erster Hand über den Schrecken einer diktatorischen Regierung gemacht", Die Deutschen hätten "im Kampf gegen den Autoritarismus während der 80er Jahre mutig an vorderster Front gestanden. Wie die gewaltfreien Demonstranten der Montags-Demos bringen wir unser Anliegen in die breite Öffentlichkeit und plädieren für demokratische Prinzipien", so der Hongkonger Protestanführer weiter. Zudem warnte er vor einer Eskalation der Gewalt: "Uns steht eine diktatorische Macht gegenüber, die keine freiheitlichen Grundrechte zulässt und immer mehr gewalttätige Maßnahmen anwendet, mit Tendenz zu einem neuen Massaker wie am Tian`anmen-Platz."

Er beklagt den Umgang der Polizei in Hongkong mit den Demonstranten: "Die Polizei bezeichnet uns als `Kakerlaken`", schreibt Wong in dem Brief an Merkel, über den die "Bild-Zeitung" berichtet. Am 30. August hätten sie "abgelaufenes Tränengas in die U-Bahn abgefeuert, das Zyanid enthält". In dem Brief stehe außerdem, was die Demonstranten in Hongkong konkret fordern: Die vollständige Rücknahme des Auslieferungsgesetzes und ein allgemeines Wahlrecht. Neben Wong seien die Unterzeichner die in Deutschland lebenden Hongkonger Künstlerinnen und Aktivistinnen Joephy Wong und Alice Yu.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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