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Erdogan verschiebt Militäroperation in Syrien nach Telefonat mit Trump

Archivmeldung vom 21.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Recep Tayyip Erdoğan (2017)
Recep Tayyip Erdoğan (2017)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nach einem Telefonat mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump die Militäroperation in Syrien aufgeschoben. Dies schreibt das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es auf der deutschen Webseite des Magazins: "Demnach hat Erdogan am 14. Dezember mit Trump telefoniert. Nach dem Gespräch habe er beschlossen, die Militäroperation gegen die Volksverteidigungskräfte der syrischen Kurden am Ostufer des Euphrats aufzuschieben. Dies erklärte Erdogan am Freitag in Ankara.

„Endlich haben wir aufrichtige Worte von der Führung der Vereinigten Staaten gehört, die Hoffnung geben. Wegen schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit betrachten wir diese jedoch mit Vorsicht. Die Entscheidung über die Operation im Osten des Euphrats war gefallen. Nach dem Gespräch mit Trump und den jüngsten Ereignissen haben wir jedoch beschlossen, ihren (der Operation – Anm. d. Red.) Beginn zu verschieben”, so Erdogan in Ankara.

Am 12. Dezember hatte Erdogan verkündet, dass die türkische Armee in den kommenden Tagen einen Militäreinsatz gegen die Volksverteidigungskräfte der syrischen Kurden am Ostufer des Euphrats beabsichtige. „Wir wollen den Frieden für die Einwohner östlich des Euphrats wiederherstellen, wie wir es bereits für andere Regionen Syriens getan haben. Wir waren nie feindlich gegenüber den USA gesinnt, sie sind für uns immer wichtige strategische Partner“, sagte Erdogan beim Auftritt in Ankara. Er betonte, die Unterschiede der zwei Staaten in Bezug auf Syrien sollten die Entwicklung ihrer Beziehungen nicht verhindern.

US-Präsident Donald Trump hatte am 19. Dezember den Abzug der US-Truppen aus Syrien angeordnet. Der Zeitplan dafür umfasst 60 bis 100 Tage. „Wir haben den IS* in Syrien geschlagen“, twitterte er zur Begründung.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, erklärte später, der Sieg über den Islamischen Staat bedeute nicht das Ende der Anti-Terror-Koalition."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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