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Medien: Elon Musk soll ungeeignete Beatmungsgeräte an US-Krankenhäuser geliefert haben

Archivmeldung vom 04.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Elon Musk
Elon Musk

Foto: The Royal Society
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das US-Unternehmen „Tesla“ hat laut seinem Chef Elon Musk 1255 Beatmungsgeräte an mehrere Krankenhäuser in den USA geliefert. Diese werden dringend benötigt und sollen bei der Behandlung von Covid-19-Patienten verwendet werden. Doch Experten halten die Geräte für ungeeignet und warnen vor dem Schaden, den sie anrichten könnten. Das meldet das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es hierzu auf deren deutschen Webseite: "Vor einigen Wochen kritisierte Tesla-Chef Elon Musk die mediale Panik rund um das Coronavirus. Zudem teilte er am 24. März mit, sein Unternehmen habe 1255 Beatmungsgeräte gekauft und sie bereits an mehrere US-Krankenhäuser geliefert. Laut der Tageszeitung „Financial Times“ hat Musk bei den Angaben zu seiner Hilfeleistung leicht übertrieben.

Zudem habe Tesla BiPAP-Beatmungsgeräte bei dem  in New York ansässigen Unternehmen „ResMed“  erworben, die sich wenig für die Behandlung von Corona-Patienten eignen würden. Normalerweise werden die Geräte für die nicht-invasive Heimbeatmung von Patienten mit Schlafapnoe (Atemstörungen während des Schlafs) eingesetzt. Ein Krankenhaus in New York stellte die Hilfelieferung samt Tesla-Logo ins Netz.

Diese gutgemeinte Hilfe enthalte jedoch nicht die benötigten Beatmungsgeräte, welche derzeit auf den Intensivstationen äußerst rar seien und etwa 50.000 Dollar kosten würden. Die BiPAP bzw. CPAP-Ausrüstung hingegen koste nur 800 Dollar. Davon gebe es allein in den USA acht Millionen Stück, so die Financial Times weiter.

Laut einigen Experten können die BiPAP-Beatmungsgeräte für die Behandlung von Corona-Patienten mit leichten Symptomen genutzt werden. Allerdings hätten andere Mediziner dringend davon abgeraten, denn die Geräte seien nicht invasiv und könnten das Virus verbreiten.

„Beatmungsgeräte benötigen einen Sauerstoffschlauch und funktionieren wie ein geschlossenes System mit einem Filter, der jegliche Krankheitserreger abfängt. Bei den Nasenmasken von den BiPAP-Geräten dringt Luft nach außen und das würde zur Verbreitung des Virus beitragen“, sagte der Lungenfacharzt James Finigan.

Dabei sollen die US-Behörden die Verwendung von BiPAP und CPAP-Beatmungsgeräten am 26. März genehmigt haben.

Nach Angaben der Johns Hopkins University wurden in den Vereinigten Staaten mehr als 278.000 Menschen mit Covid-19 infiziert (Stand 4. April, 15:03 Uhr), mehr als 6900 Infizierte sind gestorben. Allein in der Stadt New York gibt es mehr als 57.000 Infizierte und 1867 Corona-Tote."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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