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Lambsdorff: Überstürzter Bundeswehr-Abzug aus Konya wäre falsch

Archivmeldung vom 15.07.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.07.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Alexander Graf Lambsdorff Bild: AlMare
Alexander Graf Lambsdorff Bild: AlMare

Der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Alexander Graf Lambsdorff (FDP), hat vor einem überstürzten Abzug deutscher Soldaten aus dem türkischen Konya gewarnt. Es handele sich "nicht um eine rein bilaterale deutsch-türkische Angelegenheit", sagte Lambsdorff im "Deutschlandfunk".

Ein Abzug der Soldaten aus Konya wäre "eben nicht ein Abzug aus der Türkei, sondern ein Abzug aus der NATO". Deswegen solle man zunächst einmal das Gespräch mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg suchen und ihn bitten, "dafür zu sorgen, dass diese Situation wieder zum Besseren gewendet wird", so der FDP-Europapolitiker weiter.

Nur wenn es am Ende keine Lösung gebe, werde man Konsequenzen ziehen müssen. "Aus einer entweder antitürkischen oder Anti-Nato-Haltung heraus" dürfe man diese Entscheidung nicht treffen. Die Türkei hatte am Freitag per Verbalnote eine Verschiebung der geplanten Reise von Mitgliedern des Bundestages zu den in Konya stationierten Bundeswehrsoldaten angekündigt, aber keinen neuen Termin genannt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur