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USA legen ihre Antarktis-Projekte wegen Haushaltskrise aufs Eis

Archivmeldung vom 14.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
National Science Foundation: Dienstgebäude der Hauptverwaltung
National Science Foundation: Dienstgebäude der Hauptverwaltung

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die USA legen das Forschungsprogramm in der Antarktis aufs Eis. Grund: Anfang dieser Woche (ab 14. Oktober) läuft das Forschungsgeld aus, heißt es in der National Science Foundation, die unter anderem für Projekte in der Antarktis zuständig ist. An den Stationen werden somit nur wenige Fachleute verbleiben, berichtet Radio "Stimme Russlands".

Weiter heißt es dort: "Peter Doran, Professor für Geologie an der Universität Illinois, äußert sich dazu folgendermaßen: „Als wir von der zeitweiligen Schließung der staatlichen Institute erfuhren, dachten wir nicht, dass auch unsere Forschungsarbeiten in der Antarktis davon betroffen werden könnten. Jetzt stehen alle Arbeiten in Frage. Die USA betreiben eines der größten antarktischen Projekte weltweit. Wir tun das, was andere Länder nicht können, denn wir verfügen über hochtechnologische Ausstattung und werden gut finanziert. Jetzt aber können sich unsere bisherigen Bemühungen als vergeblich erweisen.“

Die US-National Science Foundation hat bereits einen Plan zur Niederlegung der Arbeit der Forschungszentren entwickelt. Im Südpol besitzen die USA insgesamt drei Stationen – Amundsen-Scott, McMurdo und Palmer. Derzeit sind dort über 1.000 Forscher tätig. Nun werden zahlreiche Eisforscher sowie Ökologen, Biologen und Astronomen ihre Arbeit einstellen müssen. Das werde die Wissenschaft erheblich beeinträchtigen, meint der Biologe John Priscu von der Universität Montana.

„Die Forschungsarbeiten in der Antarktis werden schon seit 21 Jahren durchgeführt. Durch das Einstellen dieser Projekte werden wir die Kontinuität der wissenschaftlichen Data abbrechen. Dann können wir keine zuverlässigen Prognosen über Klima- und Umweltänderungen machen.“

Derselben Auffassung ist auch der Geophysiker Robin Bell von der Sternwarte Lamont-Doherty der Columbia Universtity. Der Wissenschaftler befürchtet, dass die fehlende Finanzierung das Programm „IceBridge“ – eines der wichtigsten antarktischen Programme zur Luftbeobachtung von Gletschern – beeinträchtigen könne. Dieses Projekt betreiben die Geophysiker zusammen mit der Raumfahrtbehörde NASA. Der Südpol wird jedoch nicht unbewohnt bleiben. Denn neben den USA erforschen noch 12 Länder die Antarktis. Unter diesen Ländern sind Australien, Argentinien, Brasilien, Deutschland, Indien und China. Auch Russland besitzt acht Forschungsstationen in der Antarktis und auf den naheliegenden Inseln. Falls die amerikanischen Forscher ihre Arbeit einstellen müssen, werden dann ihre russischen Kollegen entsprechende Funktionen übernehmen und die strategischen Forschungen fortsetzen, beruhigen die Experten."

Quelle: Text „Stimme Russlands"

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