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Ägyptens Präsident kündigt dreimonatigen Ausnahmezustand an

Archivmeldung vom 10.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Abd al-Fattah as-Sisi (2014)
Abd al-Fattah as-Sisi (2014)

Foto: Kremlin.ru
Lizenz: CC BY 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nach den Anschlägen auf zwei koptische Kirchen will Ägyptens Staatschef Abd al-Fattah as-Sisi einen dreimonatigen Ausnahmezustand verhängen. Das kündigte er in einer Fernsehansprache am Sonntag an. Zuvor hatte er bereits den Einsatz des Militärs zur Unterstützung der Polizei angeordnet. Die 1958 erlassene Notstandsgesetzgebung Ägyptens war erst im Mai 2012 aufgehoben worden.

Zuvor war sie nach der Ermordung des ägyptischen Präsidenten Anwar as-Sadat im Oktober 1981 wieder eingeführt und im Anschluss immer wieder verlängert worden. Bei den beiden Anschlägen am Sonntag in der nordägyptischen Stadt Tanta im Nil-Delta und in der Hafenstadt Alexandria waren nach offiziellen Angaben mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 100 Personen verletzt worden. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" reklamierte die Anschläge über das IS-Sprachrohr Amaq für sich.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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