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Russland: Niedrigere Gaspreise und Milliardeninvestitionen für die Ukraine

Archivmeldung vom 17.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Viktor Janukowitsch
Viktor Janukowitsch

Foto: Denniss
Lizenz: CC-BY-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Russland gewährt der finanziell angeschlagenen Ukraine niedrigere Gaspreise und will zudem 15 Milliarden US-Dollar (etwa elf Milliarden Euro) aus dem nationalen Wohlstandsfonds in ukrainische Wertpapiere investieren. Das erklärte Präsident Wladimir Putin am Dienstag, berichtet der russische Auslandsdienst "Stimme Russlands".

Die Summe für die Investitionen sei demnach vergleichbar mit dem Geldvolumen, welches der Fonds, in dem Geldmittel von hohen Erdölpreisen akkumuliert werden, für russische Infrastrukturprojekte bereit stellt. Zwischen den Gaskonzernen Gazprom (Russland) und Naftogas (Ukraine) wurde derweil ein Gaspreis von 268,5 US-Dollar für 1.000 Kubikmeter vereinbart. Zuletzt hatte Kiew über 400 US-Dollar bezahlen müssen.

Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch hatte sein Land zuletzt verstärkt in Richtung Russland orientiert. Ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union (EU) war Ende November gestoppt worden.

Klitschko: Janukowitsch hat sich von Putin kaufen lassen

Der ukrainische Oppositionspolitiker Vitali Klitschko hat mit scharfen Worten das Abkommen von Präsident Viktor Janukowitsch mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin kritisiert. Klitschko sagte der "Bild-Zeitung" (Mittwochausgabe): "Keiner bekommt von Putin Geld oder Gas ohne Gegenleistung. Er hat sich von Russland kaufen lassen und damit die Menschen verraten, die auf dem Maidan seit Wochen für Europa demonstrieren. Wir werden jetzt mit noch größeren Protesten antworten." 

Timoschenko fordert EU zum Handeln gegen ukrainischen Präsidenten auf

Die inhaftierte ehemalige Ministerpräsidentin der Ukraine, Julija Timoschenko, hat die Europäische Union zum Handeln gegen den ukrainischen Staatspräsidenten Wiktor Janukowitsch aufgerufen. "Die endlosen Verhandlungen haben überhaupt keinen Sinn. Man muss handeln", erklärte Timoschenko in einem schriftlich geführten, exklusiven Interview mit dem "Stern". Timoschenko ruft den Westen dazu auf, Sanktionen gegen Präsident Janukowitsch, seine Familie sowie Regierungsmitglieder und hochrangige Vertreter des ukrainischen Machtapparats zu verhängen. Unter anderem forderte sie Einreiseverbote und das Einfrieren von Auslandskonten. Zudem solle eine Experten-Gruppe aus Diplomaten, Ermittlern und Journalisten "die korrupten Machenschaften des Janukowitsch-Clans untersuchen", so Timoschenko. "Europa muss sich entscheiden zwischen den europäischen Bestrebungen des ukrainischen Volkes und dem Wohlstand eines korrupten Diktators."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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