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Syrische C-Waffen: Zwischenlager als mögliche Lösung

Archivmeldung vom 18.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Warnzeichen der US-amerikanischen Streitkräfte für chemische Waffen
Warnzeichen der US-amerikanischen Streitkräfte für chemische Waffen

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die geplante Entsorgung der syrischen Chemiewaffen stößt, wie Andrej Iljaschenko bei Radio "Stimme Russlands" berichtet, auf Schwierigkeiten. Die Frage ist, welches Land sie aufnimmt, um sie dann zu entsorgen. Ein russischer Experte beschäftigt sich mit möglichen Lösungen.

In dem Beitrag heißt es weiter: "Inspektoren der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) überprüfen derzeit Angaben zu dem syrischen Kampfstoff-Arsenal. Diese Daten hat die Regierung in Damaskus auf Forderung der Vereinten Nationen vorgelegt.

Wie es hieß, lassen sich die gelagerten Kampfstoff-Komponenten zum Teil unmittelbar vor Ort entsorgen. Dafür wären beispielsweise mobile Anlagen geeignet, die einigen westlichen Ländern zur Verfügung stehen. Wladimir Jewsejew, Chef der russischen Denkfabrik Public Political Studies Center, sieht auch andere mögliche Lösungen:

„Die Kampfstoffe könnten entweder abtransportiert oder zwischengelagert werden. Als Zwischenlager käme beispielsweise ein Schacht in Betracht, den man dann mit einer Betonschicht versiegelt und vor unbefugtem Zutritt sichert.“

Ein Transport ins Ausland, der jetzt diskutiert wird, wäre laut Jewsejew ein sehr umständlicher Vorgang. Denn die syrische Regierungsarmee kontrolliert nicht die entsprechenden Verkehrsadern – und solch eine gefährliche Fracht muss unbedingt begleitet und aus der Luft geschützt werden.

Russischen Medienberichten zufolge suchen die USA derzeit nach Ländern, die bereit wären, die syrischen Chemiewaffen aufzunehmen und dann zu entsorgen. Syriens Anrainer Jordanien und die Türkei seien vorerst nicht bereit, an diesem Projekt teilzunehmen. Verhandelt werde außerdem mit zwei weiteren Ländern, die man vorerst nicht nennen wolle, so die Medienberichte. In diesem Zusammenhang schließt Jewsejew nicht aus, dass Russland letztendlich die Entsorgung der syrischen Kampfstoffe übernimmt:

„Wenn sich Russland resolut weigert, die syrischen Chemiewaffen aufzunehmen, kann man sie nirgendwohin mehr abtransportieren. Die Einrichtung einer entsprechenden Entsorgungsanlage kostet Milliarden US-Dollar. Niemand wird darauf eingehen. Und in Russland gibt es zwei solche Anlagen.“

Laut Jewsejew werden die USA unbedingt einen Abtransport der Chemiewaffen aus Syrien fordern. Wenn kein Land sie aufnehmen wolle, werde Amerika möglicherweise erneut auf einen Militäreinsatz gegen Syrien drängen. Die Einrichtung entsprechender Aufbewahrungsorte in Syrien erweise sich vor diesem Hintergrund vielleicht als einzig plausible Lösung."

Quelle: Text Andrej Iljaschenko - „Stimme Russlands"

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