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USA fordern von Verbündeten mehr militärisches Engagement gegen IS

Archivmeldung vom 15.12.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.12.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Brett McGurk
Brett McGurk

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Sondergesandte des US-Präsidenten für die Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat, Brett McGurk, ruft die Verbündeten auf, Möglichkeiten zur Verstärkung ihres militärischen Engagements zu prüfen. Zur Koalition gehört auch Deutschland.

"Die USA verstärken ihre Anstrengungen im Kampf gegen den IS und insbesondere den Druck auf dessen Kerngebiet in Syrien und dem Irak. Nach den Terrorangriffen von Paris bitten wir alle unsere Koalitionspartner, dasselbe zu tun", sagte er der "Welt". McGurk bestätigte auch Berichte, wonach die USA diesen Aufruf schon schriftlich an die Bundesregierung gerichtet haben: "In diesem Zusammenhang hat das US-Verteidigungsministerium tatsächlich einen Brief an alle Mitgliedsstaaten der Koalition geschickt, mit der Bitte zu prüfen, welche zusätzlichen militärischen Beiträge sie noch leisten können. Als Mitglied der Koalition hat auch Deutschland diesen Brief erhalten."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Sonntag in einem ZDF-Interview erklärt, Deutschland leiste bereits seinen Teil für den Kampf gegen den IS, weshalb man derzeit nicht über "weitere Fragen" sprechen müsse.

Nach einem Beschluss des Bundestages von Anfang Dezember stellt Deutschland eine Fregatte, Aufklärungsflugzeuge sowie bis zu 1200 Soldaten für die Bekämpfung des IS in Syrien zur Verfügung.

Zum deutschen Engagement sagte Obamas Gesandter McGurk der "Welt": "Wie gesagt schätzen wir Deutschlands Beitrag im Kampf gegen den IS sehr, darunter auch den jüngst gefällten Beschluss, seine militärischen Maßnahmen deutlich zu verstärken." Die USA hätten immer wieder deutlich erklärt, dass jeder Staat der Koalition seinen Beitrag auf Grundlage der eigenen Möglichkeiten und Interessen selbst bestimme.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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