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Bundesregierung fördert Krim-Deutsche nicht mehr

Archivmeldung vom 13.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Karte der Halbinsel Krim
Karte der Halbinsel Krim

Foto: Maximilian Dörrbecker
Lizenz: CC-BY-SA-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Bundesregierung hat ihre Förderung der auf der Krim lebenden deutschen Minderheit eingestellt. Das bestätigte das zuständige Bundesinnenministerium der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Grund sei, dass der Geldfluss über den in Kiew ansässigen "Rat der Deutschen in der Ukraine" mittlerweile "faktisch nicht mehr möglich" sei. "Ein weiteres Problem ist, dass Zahlungen in Rubel als Anerkennung der Legitimität des Anschlusses der Halbinsel an Russland gesehen werden könnten", erklärte ein Sprecher.

Die Gelder aus Deutschland flossen bis zur Jahresmitte für Sprach- und Kulturarbeit, aber auch für soziale Unterstützung. Zur deutschen Minderheit zählen sich offiziell rund 2500 Bewohner der Krim. Real sind es vermutlich deutlich mehr. Nach dem Anschluss der Halbinsel hatte Russlands Präsident Wladimir Putin die deutsche wie auch tartarische Minderheit offiziell rehabilitiert. Russland sicherte beiden Gruppen im Sommer auch Rechte zu wie etwa die Schulbildung in eigener Sprache.

Das Bundesinnenministerium betonte, es prüfe, wie die Förderung der Krim-Deutschen fortgesetzt werden könne. Allerdings werde mit Russland nicht darüber verhandelt, da Deutschland die russischen Behörden dafür nicht als legitimen Ansprechpartner betrachte. Anders als der "Rat der Deutschen in der Ukraine" hatten sich die Krim-Deutschen im Frühjahr klar für einen Anschluss der Halbinsel an Russland ausgesprochen und die neue Regierung in Kiew kritisiert.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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