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Putin erinnert an Gaddafis Warnung

Archivmeldung vom 15.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Muammar al-Gaddafi Bild: U.S. Navy  / de.wikipedia.org
Muammar al-Gaddafi Bild: U.S. Navy / de.wikipedia.org

In einem großen Interview hat der russische Präsident Wladimir Putin an die Warnung des gewaltsam abgesetzten libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi erinnert. Das Chaos, das in Libyen nach der von den USA angeführten militärischen Einmischung entstanden sei, bestehe immer noch, betonte Putin im Gespräch mit den Sendern Al Arabiya, Sky Nеws Arabia und RT Arabic. Putin sagt: „Gaddafi hat immer gesagt, dass er die Fluchtwege von Migranten von Afrika nach Europa geschlossen halte. Sobald diese Mauer weg war, kam der Strom (der Migranten – Anm. d. Red.), jetzt hat man das, wovor man gewarnt wurde.“

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" schreibt weiter: "Das sei dabei vielleicht nicht das Schlimmste, betonte der russische Staatschef weiter. „Das Wichtigste ist, dass dies den ganzen Nahen Osten destabilisiert.“

Russland wurde laut Putin von seinen westlichen Partnern „hereingelegt“. Sein Land habe damals für die entsprechende Resolution im UN-Sicherheitsrates gestimmt, weil diese Gaddafi den Einsatz seiner Luftwaffe gegen die Aufständischen untersagte. „Doch darin stand nichts darüber, dass Bombenangriffe einer beliebigen Luftwaffe auf libyschem Boden erlaubt waren. Genau das ist aber geschehen.“ Damals sei also die UN-Resolution verletzt worden.

In Libyen war es im Februar 2011 zu einem bewaffneten Aufstand gekommen, der mehrere Monate dauerte. Staatschef Muammar al-Gaddafi, der 42 Jahre lang geherrscht hatte, wurde von den Aufständischen gefasst und unter ungeklärten Umständen getötet. Die Nato, die von März bis Oktober Ziele in Libyen bombardierte, hatte den Rebellen beim Umsturz geholfen.

Seitdem steckt das nordafrikanische Land im Kriegschaos und wird von einer Doppelherrschaft geführt: Der Westen des Landes wird von der Regierung al-Sarradsch kontrolliert, im Osten hat das vom Volk gewählte Parlament das Sagen, das mit der Libyschen Nationalarmee kooperiert. Viele Gebiete stehen unter Kontrolle lokaler Milizen, die sich gegenseitig bekriegen."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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