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UNHCR fürchtet neue Fluchtbewegungen durch Nordsyrien-Konflikt

Archivmeldung vom 10.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Hauptquartier des UNHCR in Genf (Schweiz) (Garage des Nations)
Hauptquartier des UNHCR in Genf (Schweiz) (Garage des Nations)

Foto: Хрюша
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nach Beginn der türkischen Invasion in Nordsyrien hat das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) vor neuen Fluchtbewegungen gewarnt. "Wir fürchten, dass erneute Kampfhandlungen zu neuen Fluchtbewegungen und neuer Vertreibung innerhalb Syriens führen werden", sagte der UNHCR-Repräsentant in Deutschland, Dominik Bartsch, der "Welt".

Die Ressourcen der humanitären Akteure in und um Syrien seien "im neunten Kriegsjahr längst am Limit", so Bartsch weiter. Der Präsident der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Johannes Varwick, kritisierte die bisherige "westliche Passivität". "Wenn nun die Kurden im Zuge der türkischen Invasion aus Nordsyrien vertrieben werden, dann löst das gewiss eine neue Flüchtlingskrise aus, die die Region weiter destabilisiert", sagte Varwick der "Welt". Davon werde sich Deutschland und Europa "nicht abschotten können".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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