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Ukrainischer Regierungschef warnt den Westen vor Putin

Archivmeldung vom 23.10.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.10.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Arsenij Jazenjuk
Arsenij Jazenjuk

Foto: Ybilyk
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der ukrainische Regierungschef Arsenij Jazenjuk hat das Bombarde­ment Russlands in Syrien als Ablenkungsmanöver bezeichnet und den Westen davor gewarnt, sich von Präsident Wladimir Putin austricksen zu lassen. "Syrien ist ein Teil von Putins Strategie, die westliche Welt von der Ukraine abzulenken und sich auf die Weltbühne zurück zu bringen", sagte Jazenjuk dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Der russische Staatschef habe sein ultimatives Ziel nicht aus den Augen verloren, die Ukraine zu übernehmen und Einflusssphären zu schaffen. Er wolle die Welt teilen und neue Linien nach dem Zweiten Weltkrieg ziehen. "Putin ist ein überaus ausgefuchster Politiker, der leicht jeden westlichen Politiker austricksen kann. Westliche Politiker spielen nach Regeln, er spielt mit den Regeln."

Vor dem Hintergrund einer großen Investorenkonferenz am Freitag in Berlin appellierte Jazenjuk zugleich an die Europäer, mehr Fachleute zum Aufbau eines neuen Erziehungswesens, des Gesundheitssystems und der öffentlichen Verwaltung in die Ukraine zu entsenden. Es gebe Experten in seinem Land, so Jazenjuk, aber die Ukraine brauche mehr Leute mit Praxis­er­fahrung. Deutsche könnten zwar nicht Mitglied der Regierung werden - ohne ukrainische Staatsbürgerschaft - aber sie könnten als Berater des Premiers und seiner Minister eine Art "Back-up-Regierung" bilden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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