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Der ugandische Rebellenführer Kony bestreitet alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe

Archivmeldung vom 12.07.2006

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.07.2006 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Jens Brehl

Joseph Kony, Führer der Lord's Resistance Army (LRA), der vom Internationalen Strafgerichtshof als Kriegsverbrecher gesucht wird, hat erstmals in seinem Dschungelversteck ein Interview gegeben.

In diesem bestreitet er gegenüber der ZEIT alle Vorwürfe - auch die Massaker an Zivilisten, die Vergewaltigungskampagnen gegen Frauen und Mädchen und Entführung von mehreren tausend Kindern in Nord-Uganda, die von der LRA mit brutalsten Methoden als Kämpfer zugerichtet werden: "Alles Lüge. Ich habe nie jemanden entführt. Alle, die hier sind, sind freiwillig hier. Weil sie Schutz suchten oder kämpfen wollten." Auf die Frage nach den Kindesentführungen der LRA im Sudan antwortet Kony: "Lüge. Die UN sind doch im Sudan. Wenn es so wäre, warum tun sie nichts dagegen?"

Konys LRA kämpft seit fast zwanzig Jahre gegen die ugandische Armee - angeblich, um die unterdrückte Volksgruppe der Acholi in Norduganda zu verteidigen, die jedoch am häufigsten von Überfällen der Rebellen heimgesucht wird. Zwischen der LRA und der ugandischen Regierung sind derzeit Friedensgespräche in Vorbereitung, deren Ernsthaftigkeit allerdings von vielen Beobachtern skeptisch beurteilt wird.

Quelle: Pressemitteilung DIE ZEIT

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